FAQ
Frequently Asked Questions
Hier geben wir Ihnen Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ).
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die
DQHA Geschäftsstelle, Tel. 06021-58459-0, info(at)dqha.de
Was ist beim Kauf eines American Quarter Horses zu beachten?
Besonders wichtig ist der Transfer Report, der vom eingetragenen Vorbesitzer unterschrieben sein und an den neuen Besitzer ausgehändigt werden muss. Außerdem werden das Original-Papier (Certificate of Registration) der AQHA und der Equidenpass übergeben. Das Formular für den Besitzerwechsel finden Sie
hier. Achten Sie darauf, dass der Verkäufername auf dem Transfer mit dem Namen des aktuellen Eigentümers, der auf dem Originalpapier verzeichnet ist, übereinstimmt.
Wie lasse ich mich als Besitzer eines American Quarter Horses eintragen?
Das Umschreiben eines Pferdes auf einen neuen Eigntümer erfolgt am einfachsten über die DQHA-Geschäftsstelle, die die Unterlagen an die AQHA weiterleitet. Wir benötigen dazu das Original-Papier (Certificate of Registration) zusammen mit dem Transfer-Report, der vom früheren Eigentümer unterschrieben ist. Kopieren Sie Originalpapier und Transfer Report für Ihre Unterlagen und senden Sie die Originale per Einwurfeinschreiben an die DQHA-Geschäftsstelle. Wir veranlassen dann, dass das Pferd auf Ihren Namen eingetragen wird und Sie somit zum rechtmäßigen Eigentümer werden. So lange das Pferd nicht auf Ihren Namen eingetragen ist, können Sie außer in der Open Division nicht auf Turnieren starten und Fohlen nicht auf Ihren Namen eintragen lassen etc.. Falls erforderlich beantragen wir für Sie eine 12-Monats-Mitgliedschaft bei der AQHA in den USA, da Sie so unterm Strich Geld sparen können und von den günstigeren Bearbeitungsgebühren profitieren. Übrigens: Anders als bei deutschen Vereinen läuft die Mitgliedschaft in USA automatisch ab, wenn Sie die nicht verlängern.
Wie lasse ich ein American Quarter Horse Fohlen registrieren?
Ein American-Quarter-Horse-Fohlen wird von der AQHA in Texas registriert und erhält von dort Papiere (Certificate of Registration). Hierzu schicken Sie den ausgefüllten und unterschriebenen Antrag (Registration Application) zusammen mit Fotos ein. Die Gebühr ist innerhalb der ersten sieben Lebensmonaten am günstigsten. Damit ein Pferd ein Certificate of Registration erhält, müssen die Elterntiere, also Sire (Vatertier) und Dam (Muttertier), ebenfalls ordnungsgemäß bei der AQHA registriert sein. Voraussetzung für die Registrierung ist außerdem, dass der Hengsthalter den Bedeckungsbericht (
Stallion Breeding Report – SBR) des Vaters eingeschickt hat, der die Bedeckung der Mutterstute dokumentiert. Auf der Registration Application, die daraufhin von der AQHA an den Hengsthalter geschickt wird, bestätigt der die Deckdaten zusätzlich mit seiner Unterschrift in der Züchterbescheinigung (Breeders Certificate) und gibt den Fohlenschein an den Stutbesitzer weiter. Das Formular Registration Application in deutscher Übersetzung und weitere Infos finden Sie
hier.
Wie lange dauert eine Registrierung bzw. ein Transfer?
Die Registrierung bzw. Ein- oder Umtragung bei der AQHA dauert erfahrungsgemäß etwa 6 bis 8 Wochen. Dies ist jedoch auch abhängig von der Jahreszeit: Zum Ende eines Jahres ist der Andrang recht groß, sodass die Transaktion bis zu drei Monate dauern kann. Es gibt die Möglichkeit gegen eine Gebühr eine Eilbearbeitung (Special Handling) zu beantragen.
Wer erstellt einen Equidenpass?
Sie können den Equidenpass für Ihr American Quarter Horse und den dafür erorderlichen Microchip über die Geschäftsstelle der DQHA oder bei jeder DQHA-Zuchtschau beantragen. Nähere Informationen zum Equidenpass finden Sie
hier.
Wozu dient der DNA-Test?
Dieser Test dient zur Feststellung der Elterntiere. Er ist in der American Quarter Horse Zucht für jeden Deckhengst und für jede Zuchtstute - geboren 1989 und später - erforderlich. Bei künstlicher Besamung ist außerdem ein DNA-Test für das Fohlen vorgeschrieben, um sicherzustellen, dass es tatsächlich aus den angegebenen Elterntieren stammt. Das DNA-Test-Kit kann mit Angabe des Namens und der Registrationsnummer bei der DQHA-Geschäftsstelle gegen eine Gebühr angefordert werden. Das DNA-Test-Kit wird direkt von der AQHA an den Besitzer des Pferdes geschickt. Sie zupfen etwa 40 Mähnen- oder Schweifhaare (mit der Wurzel!) aus und kleben sie ein. Die Anwesenheit eines Tierarztes ist nicht erforderlich. Die aufgeklebten Haare senden Sie im Retourkuvert an das Veterinary Genetics Laboratory der Universität Kalifornien, die Confirmation Card trennen Sie ab und senden sie unterschrieben an die AQHA.
Wann brauche ich einen HYPP-Test?
HYPP ("Hypercalemic Periodic Paralysis" bzw. "hyperkaliämische periodische Paralyse") ist eine Erbkrankheit. Mit einem Gentest kann festgestellt werden, ob ein Pferd Träger des Gen-Defektes ist. Ab 2007 müssen Fohlen, die auf den Hengst Impressive zurückgehen, auf HYPP getestet werden, um AQHA-Papiere zu bekommen. Der Test erübrigt sich, wenn die Elterntiere bereits N/N getestet wurden.
Was kann ich tun, wenn ich das AQHA-Originalpapier verloren habe?
Bei Verlust des Originalpapiers kann der eingetragene Besitzer bei der AQHA gegen eine Gebühr eine Zweitschrift des Certificate of Registration anfordern. Um das Duplikat zu beantragen, benötigen Sie das Formular Affidavit for Duplicate Certificate, das Sie
hier finden. Ferner legen Sie bitte vier deutliche Farbfotos des Pferdes bei (Abzüge oder CD), aufgenommen von beiden Seiten, von vorne und von hinten. Die Unterlagen schicken dann an die DQHA-Geschäftsstelle. Wir beglaubigen den Antrag und leiten ihn dann an die AQHA zur Bearbeitung weiter (Sie benötigen keinen Notar!). Hilfreich ist, wenn Sie eine Kopie des verlorenen Papiers beilegen können, ansonsten müssen sämtliche Abzeichen neu eingezeichnet werden.
Wie gehe ich vor, wenn mein Hengst gelegt wurde?
Wenn Sie Ihren Hengst kastriert haben, können die AQHA-Papiere von der DQHA-Geschäftsstelle umgestempelt werden. Dies ist ein kostenloser Sevice. Das Originalpapier dazu bitte mit einer unterschriebenen Bestätigung und dem Datum der Kastration einschicken.
Was ist die DQHA-Futurity und wer kann dort starten?
Die Futurity ist ein Wettbewerb für Jungpferde bis zum vierten Lebensjahr. Nachkommen eines in die Stallion Service Auction einbezahlten Hengstes, die bei der AQHA registriert sind, haben sieben Jahre lang die Startberechtigung auf der mit mehr als 100.000 dotierten DQHA Futurity/Maturity. Zudem muss der Besitzer DQHA-Mitglied sein. Das Prinzip der Futurity basiert darauf, dass die Hengsthalter der DQHA einen Decksprung zur Verfügung stellen, der dann bei der DQHA ersteigert werden kann. Das Geld aus der Versteigerung wird dann an die Teilnehmer der Futurity als Preisgeld ausgeschüttet. Der Hengstbesitzer zahlt seinen Hengst in die SSA 2010 ein und erhält im Gegenzug die Futurity/Maturity-Startberechtigung für den Fohlenjahrgang 2012. Ob ein Hengst einbezahlt ist, erfährt man auf der aktuellen SSA-Liste auf der DQHA-Homepage. Mehr Infos zur SSA finden Sie hier. Nachkommen von SSA-Hengsten haben außerdem die Gelegenheit, auf einer der vier Regionenfuturitys zu starten. Auch dort winken in den Halter- und Performance-Klassen interessante Preisgelder. Ab 2011 müssen die Fohlen zusätzlich nominiert werden.
Welche Vorteile bringt die SSA für die Stutbesitzer?
Züchter, die einen SSA Decksprung ersteigern, profitieren von einer günstigen Decktaxe. Für das aus dieser Anpaarung resultierende Fohlen erhalten Sie einen Freistart in der Futurity. Die Einnahmen aus der SSA werden an die Nachzucht der SSA-Hengste als Futurity-Preisgelder wieder ausgeschüttet. Nur die Nachzucht aus SSA-Hengsten ist in den Futurities startberechtigt und kann so besser promotet werden.
Wie funktioniert der Incentive Fund?
Fohlen können für den Incentive Fund nominiert werden, sofern der Vater für das betreffende Jahr dort einbezahlt ist. Jeder AQHA-Punkt, den das Fohlen später in Amateur- und Open-Klassen erringt, wird dann in barer Münze vergütet, in der Vergangenheit war ein Punkt etwa 28 US-Dollar wert. Der Züchter erhält auch dann einen Scheck, wenn das Pferd verkauft wurde und unter seinem späteren Besitzer Erfolge feiert. Für die Nominierung muss der Antrag auf der Registration Application im Kasten unten rechts ausgefüllt werden. Außerdem ist eine einmalige Gebühr zu zahlen. Der Incentive Fund ist auch ein gutes Verkaufsargument und steigert den Wert eines Pferdes. Wenn ein Hengst im Herbst 2010 einbezahlt wird, können die Fohlen des Deckjahres 2011 (Geburtsjahr 2012) eingezahlt werden. Wenn man die Deadline (30. November) verpasst hat, kann man den Hengst gegen eine Nachnenngebühr nachträglich eintragen lassen. Das Geld aus dem Incentive Fund erhält zu 80% der Pferdebesitzer, 10% erhält derjenige, der den Hengst nominiert hat, und 10% derjenige, der das Fohlen einbezahlt hat, der foal nominator. Mehr zum Incentive Fund finden Sie
hier.
Was ist der Unterschied zwischen Amateur und Open?
Diese Startberechtigung bei AQHA anerkannten Turnieren bezieht sich auf den Vorsteller. Jeder Erwachsene, der nicht mit dem Trainieren und Showen von Pferden Geld verdient und keine Richterkarte besitzt, hat kann sich jeweils für ein Jahr als Amateur registrieren lassen. Anträge finden Sie
hier oder direkt beim Turnierveranstalter. Ohne Amateurkarte darf man nur in der "Open" starten, wo sich auch die Profis messen. Die Open-Klassen stehen allen offen. Hier kann man auch ein Pferd vorstellen, das nicht im eigenen oder Familienbesitz ist. Bekommt man dafür Geld, verliert man seinen Amateurstatus für die nächsten fünf Jahre! Um in AQHA-Amateurklassen zu starten, muss das Pferd im Familienbesitz sein. Mehrfachbesitzer, die nicht miteinander verwandt sind (Herr Müller und Frau Schmitt) sind dann nicht möglich.
Wie lange darf ich in Youth-Klassen starten?
Hier darf starten, wer am 1. Januar des betreffenden Jahres noch nicht 19 Jahre alt ist. D.h. auch ein Jugendlicher, der am 2. Januar Geburtstag hat und 19 Jahre alt wird, darf noch das ganze Jahr in Youth-Klassen starten. Hier können Jugendliche nur mit einem eigenem bzw. einem Pferd in Familienbesitz starten. Hengste sind in Jugendklassen nicht zugelassen. Ein Jugendlicher darf auch in Open-Klassen starten (aber nicht in Amateur-Klassen). Es gelten dann die Bedingungen für Open (Startgeld, Hengste etc.). Hier finden Sie den Antrag auf die
AQHA-Youth-Karte.
Wer darf als Novice Amateur bzw. Novice Youth starten?
Die Novice-Klassen bieten Turniereinsteigern eine gute Möglichkeit, sich mit anderen Neulingen zu messen. Den Novice-Amateur-Status kann man für so genannte Skill Sets (das sind Klassen bzw. Klassenkombinationen) beantragen. Die Skill Sets sind mit Buchstaben gekennzeichnet und umfassen die verschiedenen Westerndisziplinen, teilweise gruppiert. Auf der Novice Amateur Karte werden die Buchstaben der Skill Sets abgedruckt, für die man den Novice-Status hält. Die Novice-Startberechtigung verliert der Reiter, der die Punktgrenzen erreicht hat. Die Punkte beziehen sich dabei auf den Reiter, nicht auf das Pferd. Wer bereits Richter ist, darf nicht als Novice starten. Wer einen World Champion, Reserve World Champion, nationalen Meister- oder Vizemeistertitel bei einem AQHA anerkannten Event bzw. 5.000 US-Dollar an Geld- oder Sachpreisen in irgendeinem Pferdezuchtverband gewonnen hat, verliert ebenfalls den Novice-Status. Hier finden Sie en
AQHA-Novice-Antrag.
Wie bekomme ich AQHA-Punkte?
Wie viele Punkte es für einen Turniererfolg gibt, hängt von der Zahl der startenden Teilnehmer und der eigenen Platzierung ab. Beispielsweise ist ein Sieg drei AQHA-Punkte wert, wenn 15 Pferde in der betreffenden Klasse waren, bei 30 Startern werden für den Sieg sechs Punkte verbucht. In der Open Division werden die Punkte dem Pferd gutgeschrieben, in den Amateur- und Youth Divisions einer bestimmten Pferd-Reiter-Kombination.














