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Hohenzollern Classic
23.07.2016 - 24.07.2016
72379 Hechingen

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Ride of America inkl. DM Reining Qualifikation
26.07.2016 - 31.07.2016
31638 Wenden

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Sonstiges 27.07.16, 09:46 Uhr
All Novice Show Marl
30.07.2016 - 31.07.2016
45772 Marl

Zeitplan 27.07.16, 09:36 Uhr
Pattern 27.07.16, 09:36 Uhr

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American Quarter Horses in Deutschland: Der Beginn einer Erfolgsgeschichte

22.10.2015 14:32

American Eve 1977...

...das erste in Deutschland geborene American Quarter Horse.

AQHA Ausdruck

Hollywood Ethel mit Andrea, der 3jährigen Tochter von Karl Hardege

Fotos: Karl Hardege

Eine Westernreitvorführung im Jahr 1977.

Auch Printmedien hatten großes Interesse an den deutschen "Cowboys" - 'klick' zum vergrößern.

Ehrung der Long Time Breeders auf der Q15 am 9. Oktober 2015 in Aachen, Foto: Figure Eight

In den frühen 70er Jahren betraten die ersten American Quarter Horses deutschen Boden, was sie neben Jean-Claude Dysli vor allem Alan Jacob zu verdanken hatten. Den Amerikaner aus San Francisco packte Ende 1960 die Idee das Rodeo nach Europa zu bringen. Wenige Jahre später lief, dank einiger Sponsoren, das erste Schiff mit Bullen, Kühen, Pferden, Cowboys und Indianern in Liverno in Italien ein und die Truppe begeisterte mit ihren Vorführungen das Publikum in Italien, Frankreich und der Schweiz. Über Umwege kam Jacob nach Deutschland und präsentierte 1971 in Berlin das erste Rodeo USA in Deutschland.

American Horse Farm - erster Züchter in Deutschland

Nach einer anschließenden Tour durch ganz Deutschland, suchte Alan Jacob ein Ruhequartier für Mensch und Tier und wurde mit der Geisenmühle in Otterberg fündig. Die Ranch wurde in der Szene unter dem Namen „American Horse Farm“ bekannt und begann ab 1973 die ersten American Quarter Horses in Deutschland zu züchten.
(Lesen Sie hierzu die ganze Geschichte des DQHA Hall of Fame Mitglieds Alan Jacob.)

„American Eve“,  1974 erstes in Deutschland gezüchtetes American Quarter Horse

Unzählige Pferde machten in den folgenden Jahren auf ihrem Weg von den USA zu ihren neuen Besitzern in Deutschland auf der Farm Station. Vor allem die Nachfrage nach Foundation gezogenen Pferden war hoch und so kam Bulls Billy Van ins Land, um als Deckhengst auch die inländische Zucht voran zu treiben. Mit American Eve kam am 1. April 1974 seine Tochter als erstes in Deutschland geborenes American Quarter Horse aus der Sharon’s Begger zur Welt.

Ihr neuer Besitzer, Karl Hardege von der Stonehill Farm, zu dem sie nach dem Absetzen zog, kam erst mit etwa 30 Jahren zum Reitsport und sammelte die ersten Erfahrungen mit seinem Warmblut Wallach. Als er eines Tages beim Frisör saß, fragte man ihn, ob er schon die neue „Bravo“ gelesen hätte. Darin war ein Bericht über Cowboys auf der American Horse Farm. Hardege fackelte nicht lange und kaufte dort kurzerhand einen American Quarter Horse Wallach. Mit zwei kleinen Kindern war es ihm wichtig, dass die Pferde lieb waren, auch wenn sie wochenlang nicht geritten wurden. Sie sollten einen einwandfreien Charakter haben, robust sein und sicher im Gelände.

Doch die ersten Gehversuche als Westernreiter waren alles andere als leicht und der frisch gebackene Cowboy fand sich des Öfteren im Sand wieder. Damals war diese Reitweise noch weitgehend unbekannt und Trainer Mangelware. Deswegen hatte sich Hardege viel selbst beigebracht und gelernt „leicht“ zu reiten. Randy Philipps, Horst Geier und Horst Köhn rundeten sein Wissen bei gelegentlichen Kursen ab.

Karl Hardege züchtet seit 37 Jahren durchgehend (1978-2015)

Im Mai 1979 brachte American Eve ihr erstes Fohlen von Silver Cash Copy zur Welt, das Hardege Eve Little Star nannte. Der Grundstein für seine Zucht war damit gelegt und die, wie ihre Mutter, sorrelfarbene Stute wurde die folgenden Jahre erfolgreich in der Zucht eingesetzt und hatte, insbesondere aus der Leo-Blutlinie, von 1983 bis 2000 sieben Fohlen.

Ein Jahr später war American Eve mit ihrem zweiten Fohlen tragend und verbrachte die Zeit mit ihrer Herde auf einer Waldwiese im Grenzgebiet zur damaligen DDR. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr. Ein tollwütiger Fuchs biss die Stute und steckte sie mit der gefährlichen Viruserkrankung an, von der sie sich nicht wieder erholte. Ein schwerer Schlag für den jungen Züchter.

Ende 1976 hatte Hardege von Ernst Seibel eine weitere Stute erworben, die von Grafton Moore in Oklahoma, USA gezogen wurde. Zum Zeitpunkt des Kaufs war Hollywood Ethel bereits 10jährig und stammte von John Leo und Ethel Hancock (von Gold Rush) ab. Im darauffolgenden Jahr wurde die bayfarbene Stute von Silver Cash Copy belegt und bekam mit Silver Ethel 1979 ihr erstes Fohlen. In den kommenden Jahren brachte sie weitere sechs American Quarter Horses zur Welt, die die Grundlage für Karl Hardeges Zucht bildeten, die er im Jahr 2015 durchgehend bereits seit 37 Jahren betreibt. Ein Großteil seiner aktuell sieben Zuchtstuten und zwei Zuchthengsten geht auf diese besondere Stute zurück. Darunter sind neben Urenkeln, mit dem Deckhengst Hollywood Par von Par Reader, auch ein direkter Sohn. Der 29jährige Hengst ist aktuell noch im Deckeinsatz und wird zudem noch geritten. Bei der Zucht legte Hardege immer großen Wert darauf, einen echten Allrounder zu ziehen, der alle Vorzüge der „alten“ Blutlinien wie Leo, Gold Rush, Cutter Bill u.a. vereint. Dazu gehört neben der Nervenstärke und Charakterfestigkeit auch ein korrektes Exterieur, womit ein Pferd im Turniersport, aber auch als Familienpferd eingesetzt werden kann. 

In den 70er Jahren waren „Cowboys“ in Deutschland eine absolute Ausnahme und so zeigte auch die Presse großes Interesse an diesen Exoten. Mehrere Zeitungen berichteten über Karl Hardege und sein „Cowboypferd Ethel“, denn das Paar versetzte auch so manchen Spaziergänger bei Ausritten in Erstaunen: der Wilde Westen in Leinetal. Schon damals war der Züchter vollends von der Rasse überzeugt und setzte sich für deren Verbreitung in Deutschland ein: „Das amerikanische ‚Quarter Horse‘ wird sich hierzulande als DAS Reitpferd für Hobby und Freizeit durchsetzen.“ (Zitat 1977) Und Hardege sollte Recht behalten. 

Der passionierte Züchter steht stellvertretend für viele Freunde des American Quarter Horse, die ihre Liebe zu dieser Rasse in den kommenden Jahren entdeckten. Die American Horse Farm machte 1973 den Anfang mit der inländischen Zucht und viele weitere folgten.

227 Züchter waren vor mehr als 25 Jahren die Pioniere der Zucht

Zum 75. AQHA und 40. DQHA Jubiläum haben die beiden Verbände diese Pioniere der American Quarter Horse Zucht in Deutschland geehrt. Insgesamt 227 Züchter haben vor 25 oder mehr Jahren ihr erstes Pferd dieser Rasse gezogen und damit zum Erfolg und der Verbreitung der American Quarter Horses beigetragen. Bereits auf der Americana im September 2015 in Augsburg waren einige dieser Züchter vor Ort und haben ihre Ehrung persönlich von AQHA und DQHA Vertretern in Empfang genommen. Auf der Q15 International DQHA Championship 2015 bot sich eine zweite Gelegenheit und weitere Long Time Breeders folgten der Einladung. Nach der feierlichen Übergabe der Ehrung im Deutsche Bank Stadion, die von Four Roses Bourbon präsentiert und unterstützt wurde, konnten die nachfolgenden Züchter noch gemeinsam im Ausstellerzelt feiern und sich über alte Zeiten austauschen.

 

Karl-Heinz Manns

36 Jahre

Bernd Kühn

36 Jahre

Christiane Thomann

35 Jahre

Johannes Orgeldinger

33 Jahre

Hans Werner Boor

32 Jahre

Volker Laves

32 Jahre

Birger Gieseke

31 Jahre

Gesa Meier-Bidmon

31 Jahre

Markus Rensing

31 Jahre

Franco Ammirati 

25 Jahre

Nicola Lang

25 Jahre

 

Alle AQHA Long Time Breeder, die im Jahr 2015, vor mehr als 25 Jahren ihr erstes American Quarter Horse gezüchtet haben, finedn Sie hier.

Julia Ott


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