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DQHA Hall of Fame 2005: Wolf Kröber

01.02.2005 12:00

Wolf Kröbers Einfluss auf den Westernreitsport und die Rasse American Quarter Horse können eigentlich gar nicht hoch genug bewertet werden. Er war zwar kein Westernreiter und züchtete auch keine American Quarter Horses, und doch spielte er eine herausragende Rolle bei der Etablierung des Sports und der Pferderasse. Der ehemalige Diplom-Pferdewirt, der schon als kleines Kind und sehr zum Unbehagen seiner nichtreitenden Eltern immer zum nächsten Bauern und dessen Zugpferden lief, gründete die  Weltmesse des Pferdesports, die Equitana. 25 Jahre lang führte er sie zu immer größerem Erfolg und bot einer ganzen Reihe von Pferderassen eine großartige Plattform. Damit trug er ganz entscheidend zur Einführung in den deutschen bzw. europäischen Markt bei. Ganz besonders das American Quarter Horse profitierte hiervon. „Wolf Kröber spielte eine herausragende Rolle bei der Etablierung des Westernreitsports in Deutschland“, so Peter Kreinberg. „Ohne ihn wären viele Entwicklungsschritte wohl gar nicht zustande gekommen. Bemerkenswert ist, wie stark er den Sport förderte, obwohl er keinerlei eigenes Interesse hatte. Er besaß nicht mal Westernpferde.“ Es war wohl Kay Wienrich, durch den Wolf Kröber erstmals mit dem Westernreitsport in Berührung kam. „Mein Vater hatte alle möglichen Pferde – Kabardiner, Achal Tekkiner, aber vor allem Oldenburger“, so Sandra Diedrichsen, die Tochter von Wolf Kröber; die selbst begeisterte Westernreiterin ist und u.a. auch ein American Quarter Horse besitzt. „Eines Tages kam Kay Wienrich zu uns und kaufte zwei Oldenburger für das Westernreiten. So stieg auch mein Vater in den Westernsattel. Auch bei seinen Aufenthalten in den USA ritt er natürlich Western, aber zu Hause nicht. Aus Zeitmangel kam er ja ohnehin kaum zum Reiten.“

Der Westernreitsport und die Westernpferde hatten ihn nichtsdestoweniger beindruckt, und so holte er sie auch auf seine Messe. 1977 öffnete er den Equitana Schauring erstmals für eine Westernreitsport Präsentation. Linda Tellington-Jones, Jean-Claude Dysli, Alan Jacobs und Randy Philipps führten damals die unterschiedlichen Disziplinen vor und erregten beträchtliches Aufsehen damit. Von da an räumte Wolf Kröber dem Sport großen Raum im Schauring ein. Es verging keine Equitana ohne Westerndarbietungen. Dazu bot Kröber den Westernreit- und Zuchtverbänden kostenlose Standfläche an.

Wolf Kröber besaß ein untrügliches Gespür dafür, den Pferdesport publikumswirksam in Szene zu setzen. „Er wusste immer, wie er sich und die Pferde so präsentieren konnte, dass man eine Gänsehaut bekam“, erinnert sich seine Tochter. „Er konnte aus dem Stegreif aus allem was machen.“ Diese Gabe setzte er auch sehr wirkungsvoll für die Westernreiterei ein.

Zur Equitana 1981 holte Horst Geier auf Anfrage Kröbers die „Reata Ranch Cowboys“  aus Kalifornien, eine Gruppe junger Damen zusammen mit ihrem Trainer Tom Maier. Diese führten hier erstmalig in Europa Trickreiten vor. Die Pferde, darunter ein American Quarter Horse, wurden eigens herübergebracht. Eine der jungen Damen, Sarah, konnte auch noch recht gut singen und hatte zu Hause bereits den Song „Everybody wants to be a cowboy“ aufgenommen. Der in der Arena, auf dem Pferd sitzend, vorgetragene Song mit dem anschließenden Trickriding war der absolute (Hit) Erfolg auf der Equitana. So kamen jede Equitana neue Highlights hinzu – einmal war es eine original Stage Coach, die Horst Geier auf einem Rodeo gekauft hatte, dann ein Delivery Buggy (gefahren von Infried Lauster mit seinen zwei American Quarter Horses), mit dem Werbung für die DQHA gemacht wurde. „Johannes Orgeldinger und ich waren abwechselnd als Beifahrer auf diesem Buggy in der Show“, so Horst Geier. „Hinten auf der Kutsche hatten wir einen Trickroper. Der war allerdings aus Dänemark und nur als Mexikaner verkleidet. Aber er machte seine Sache trotzdem recht gut“. Auch Kay Wienrich war in diesem Jahr bereits mit einer Showeinlage auf Doc Chex auf der Equitana vertreten.

Später fügte Wolf Kröber mit der NRHA den ersten Reining Cup auf der Equitana ein. Hierfür wurden Bob Loomis und Dick Pieper eingeflogen. Loomis ritt sein NRHA Futurity Champion Pferd Sophie Oak. Dick Pieper ritt Spirit of Five. Den Sieg trug damals jedoch überraschend Kay Wienrich mit Doc Chex davon, der als Cow Horse den recht tiefen Boden der Messe problemlos bewältigte. Horst Geier erinnert sich: „Wolf Kröber hatte ja immer einen Schalk im Nacken. Er hatte einen Riesen Pokal für diesen Reining Cup besorgt. So ca. 95cm hoch. Wie er mir hinterher erzählte, war er davon ausgegangen, dass Bob Loomis die Prüfung gewinnen würde und dann hinterher seine liebe Mühe und Not damit hätte, das Ding im Flieger nach Hause zu schaffen. Gewonnen hat ihn dann Kay mit Doc Chex, und wir hatten das Monstrum jahrelang bei uns im Büro auf der Flachsberg Ranch in Deutschland stehen.“

Alles in allem war dieser erste Reining Cup auf der Equitana ein weiteres Highlight für den Westernreitsport und insbesondere für die American Quarter Horses. Mit der Equitana wuchsen auch  der Westernreitreitsport und die Begeisterung für das American Quarter Horse. 1992 verkaufte Wolf Kröber die Equitana, war aber weiterhin als Berater im Team tätig. Er starb am 28. Februar 1999 im Alter von nur 55 Jahren. Für den Westernreitsport bleibt er unvergessen.


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