Turnierticker
WHPD Overath
27.04.2018 - 29.04.2018
51491 Overath

Pattern 22.04.18, 10:59 Uhr
Starterliste 22.04.18, 10:58 Uhr
Zeitplan 22.04.18, 10:58 Uhr
BCC May Days
05.05.2018 - 06.05.2018
14532 Stahnsdorf OT Schenkenhorst

Ausschreibung 20.04.18, 16:26 Uhr
BCC Summer Bowl
23.06.2018 - 24.06.2018
14532 Stahnsdorf OT Schenkenhorst

Ausschreibung 20.04.18, 16:26 Uhr
Nennformular 20.04.18, 16:26 Uhr

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DQHA Hall of Fame 2007: Johannes Orgeldinger

01.02.2007 12:00

Im Jahr 2007 wurde Johannes Orgeldinger in die DQHA Hall of Fame aufgenommen – eine besondere Anerkennung für eine der verdientesten Persönlichkeiten im deutschen Westernreitsport! Orgeldinger war selbst sehr erfolgreich in der Showarena und als Züchter: seine Jomm Ranch in Großwallstadt war zehn Jahre lang DQHA Leading Breeder und stellte allein sechs Champions of Champions. Doch das Engagement Orgeldingers ging weit über die eigenen Pferde hinaus. 24 Jahre lang war er im DQHA Vorstand, zehn Jahre davon als 1. bzw. 2. Vorsitzender. Von Anfang an bestimmte er die Geschicke der Disziplin Reining mit durch sein Engagement im Reining Committee des DOKR und der FEI und seine Tätigkeit als Disziplinen Manager Reining bei den Weltreiterspielen in Aachen. Im vergangenen Jahr verließ er den DQHA Vorstand, um sich ganz auf seine Arbeit im Executive Committee der AQHA und die im Jahr 2010 bevorstehende AQHA Präsidentschaft vorzubereiten.

Johannes Orgeldinger wurde im bayerischen Heimbuchenthal geboren und ging später mit seinen Eltern nach Großwallstadt bei Aschaffenburg, wo die Familie ein renommiertes Kieswerk etablierte. Von klein auf interessierte er sich für Pferde. Ponys und später Haflinger und Norweger bestimmten die Anfänge seines Reiterlebens. Dann kam die Equitana 1978, wo er das erste American Quarter Horse sah – vorgestellt von Jean Claude Dysli. Johannes Orgeldinger war fasziniert: „Am meisten begeisterte mich die Ruhe dieser Pferde in all dem Messetrubel.“ Ein Jahr später kaufte er sein erstes American Quarter Horse in den USA, einen Buckskin Wallach mit dem Namen Rhythm Rock, der bis zu seinem Tod bei den Orgeldingers blieb.

Die wachsende Begeisterung für das American Quarter Horse rief nach neuen Pferden aus Amerika. So begann Johannes Orgeldinger schon bald mit dem Import von Stuten aus Alberta. Es etablierte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Alberta Breeders Group mit großen gemeinsamen Promotionauftritten u.a. auf der EuroCheval in Offenburg. Unzählige Pferde hat Orgeldinger in der Folgezeit importiert – allein 30 waren es einmal für eine Equitana. Es folgten Messeauftritte nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien und Frankreich. Mit diesen und weiteren Aktionen trug Johannes Orgeldinger ganz entscheidend zur Verbreitung des American Quarter Horse in Europa bei.

Währenddessen wurde der Name Orgeldinger in Turnierreiter- und Züchterkreisen ein Begriff. Zusammen mit Michael Marquardt baute er die JOMM Ranch in Großwallstadt auf und importierte die Hengste Jae Bar Fox, Desperado Malbec, Demand Deposit und schließlich Fritz Power. Johannes Orgeldinger errang zahlreiche Deutsche und Europameister Titel in Western Pleasure, Trail und Cutting. Seine Pferde und Pferde aus seiner Zucht wurden AQHA Champions, Superior Reining Horses, NRHA Germany Futurity und Derby Champions, DQHA Futurity Champions und European Champions. Die Pferde bestimmten aber auch in privater Hinsicht Johannes Orgeldinger Geschicke, denn über sie lernte er 1987 auf einem Turnier in Bern seine Frau Astrid kennen, die selbst sehr erfolgreich showen sollte.

Über die eigenen Pferde hinaus engagierte sich Johannes Orgeldinger von Anfang an stark für den Westernreitsport und das American Quarter Horse. Er war 24 Jahre lang im Vorstand der DQHA, davon zehn als DQHA Präsident bzw. Vizepräsident. 1980 organisierte er den ersten Jomm Ranch Circuit, eine 4-fach AQHA Show mit NRHA Klassen, die lange Jahre eine der beliebtesten und größten Wochenend-Turniere Deutschlands war. 1983 kam das erste AQHA Richterseminar hinzu.

Seit 1996 arbeitet Johannes Orgeldinger als AQHA Director. Er war im Studbook and Registration Committee und später im Nomination and Credential Committee. Außerdem ist er Mitglied des Affiliate Council und der Long Range Planning Task Force. Im Jahr 2005 wurde er als erster Nicht- US Amerikaner ins Executive Board gewählt und ist damit auf dem besten Weg, im Jahr 2010 der erste nichtamerikanische Präsident des größten Pferdezuchtverbandes der Welt zu werden.

Mit vielen Leuten von der AQHA verbindet Orgeldinger eine alte, gewachsene Freundschaft. Mit seiner verbindlichen und dabei bestimmten Art hat Johannes Orgeldinger ganz entscheidend zu den guten Beziehungen zwischen der AQHA und der DQHA beigetragen, doch darauf angesprochen, wehrt er stets ab: Unser Ziel war immer, die Weichen so zu stellen, dass wir die Rasse in Deutschland werden, über die man reden muss. Aber dazu habe nicht ich allein, sondern viele gute Leute in Deutschland beigetragen.“

Sein Zweitdomizil hat Orgeldinger schon 1991 in den USA aufgeschlagen, als er mitten im Herzen des Pferdelandes in Gainesville, Texas, die Main River Ranch kaufte. Hier züchtet er Reining und Cutting Horses auf hohem Niveau. Ständig stehen um die sechs bis zwölf ausgewählte Zuchtstuten auf dem Betrieb, darunter eine Vollschwester zu Smart Little Lena. Während jeder die JOMM Ranch kennt, sind die Erfolge der Main River Pferde hierzulande noch wenig bekannt. Zu den erfolgreichsten amerikanischen Zuchtprodukten der Orgeldingers gehört Dough Rae Rooster, der unter Brian Bell in einem Jahr 18 Bronze Trophys gewann und World Champion Novice Horse Open wurde. Darüber hinaus stellte die Main River bereits etliche NRHA Futurity Finalists. Auf der JOMM Ranch geht die Zucht derweil mit dem Leading Sire Fritz Power weiter. Zudem vertritt sie die Hengste der 6666-Ranch, Wimpys Little Step, Einsteins Revolution und ab 2008 die der Polo Ranch.

In all den Jahren hat sich Johannes Orgeldinger zu einem der großen Kenner der American Quarter Horse Szene entwickelt, dessen Erfahrung und „Common Sense“ auch in den Staaten sehr geschätzt werden.

„Ich habe immer versucht, mir die Meinungen anderer anzuhören und sie zu verstehen, bevor ich mir ein endgültiges Bild mache,“ sagt er. „Ich habe viele Fragen gestellt und schließlich auch durch Erfolge und Pech gelernt. Viel habe ich dabei auch von den alten Züchtern aus Alberta gelernt. Und von Bill Brewer, den ich sehr schätze.“ Und was ist sein persönliches Ziel, wenn es um die Zukunft des American Quarter Horse geht? „Ich würde gerne wieder mehr Allrounder haben,“ so Orgeldinger. „Ein ganz besonderes Merkmal unserer Pferde ist doch, dass man mit einem Individuum viele verschiedene Dinge tun kann. Spezialisierung ist sicher sehr wichtig, aber sie ist kein Allheilmittel. Wir müssen zum Beispiel dafür sorgen, dass die großen Working Ranches ihre Pferde weiter vermarkten können, sonst geht uns ein unglaublicher Genpool verloren. Und wir brauchen den kleinen Züchter und müssen ihn unterstützen!“


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