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Legends: Ein Jahrhundert Pferdezucht - die King Ranch in South Texas

11.02.2015 12:20

Old Sorrel, Foto: AQHA

Wie Sie als Züchter sich die Techniken der King Ranch zum Vorteil machen können:

(aus The American Quarter Horse Journal)

Vor fast 100 Jahren begann die King Ranch in South Texas ein anspruchsvolles Zuchtprogramm aufzubauen, um eine Ranch Horse Superior Line zu entwickeln. Das Programm verfolgt eine Linienzucht, um sich mehr auf die Gene zu konzentrieren, die die gewünschten Charaktermerkmale von herausragenden Tieren weitergeben.

Jedoch war es die Linienzucht gepaart mit akribischer Selektion und schonungsloser Auswahl, was ausschlaggebend für den Erfolg des Programms war.

Wie alles begann…

1915 kam Old Sorrel, das namenlose Pferd auf die Welt, mit dem Schicksal, einmal die Grundlage für die American Quarter Horse Zuchtlinie der King Ranch zu sein. Zu diesem Zeitpunkt waren sein Großvater väterlicherseits, Peter McCue, und sein Vater, Hickory Bill, die einflussreichsten Hengste der American Quarter Horse Linie bis hin zur Kolonialzeit.

Frühere Berichte bezeugen, dass Old Sorrel ein so außergewöhnliches Pferd mit größtem Respekt vor seiner Schönheit, seinem Charakter, seiner Intelligenz, seinem Cow Sense, seiner Wendigkeit, Ausdauer und Geschwindigkeit war, dass die King Ranch sich dafür entschied, eine Zuchtlinie nach ihm zu entwerfen , um dieses wundervolle Ranch Horse besonders hervorzuheben.

Solis zum Beispiel wurde als Sohn von Old Sorrel wieder mit Töchtern von Old Sorrel angepaart. Wimpy P-1, welcher auf beiden Seiten seines Pedigrees Old Sorrel aufweist, wurde gleichermaßen mit Töchtern von Old Sorrel angepaart.

Viele der direkten und indirekten Nachkommen von Old Sorrel waren genauso herausragend wie er selbst es war. Direkte Nachkommen sind zum Beispiel Babe Grande, Macanudo, Peppy, Solis und Wimpy P-1.

Ein Student der Texas A&M University Kingsville hat es sich zum Ziel gesetzt, die historischen Abstammungen zu ermitteln und genetische Verwandtschaftsgrade und Inzuchtgrade der King  Ranch Population zu analysieren. Die Basis hierfür bilden umfangreiche Informationen aus Pedigrees. Man erhofft sich aus den Ergebnissen, die Intaktheit der King Ranch Quarter Horse Zuchtlinie für zukünftige Generationen aufrecht erhalten zu können.

Frühere Einflüsse

Der  Einfluss des Vollbluts wurde schon in der frühen American Quarter Horse Zucht vorgenommen, um Gene einzufügen, die die Geschwindigkeit und Stockmaß des Quarter Horses positiv beeinflussen sollten. Ca. 97% der analysierten Quarter Horses der King Ranch sind auf mindestens einen Vollblut-Verwandten zurückzuführen. Old Sorrel hatte einen Vollblutanteil von mindestens 56 %. Diese Pferde mit hohem Vollblutanteil wurden auf der King Ranch gerne für Roping verwendet, da sie die nötige Geschwindigkeit und Größe mitbrachten, was für die Arbeit mit größeren Kälbern, Rindern und Bullen auf der 333 ha großen Ranch durchaus hilfreich war.

Doch die Einkreuzung von Vollblütern war nur eine Methode der King Ranch, eine erfolgreiche Zucht aufzubauen, viel mehr noch wurde die Linienzucht verfolgt.

Linienzucht ist eine milde Form der Inzucht und gewährleistet, wenn sie angemessen verwendet wird, dass gewünschte Charaktereigenschaften über Generationen hinweg nicht verloren gehen. Sobald der Inzuchtfaktor jedoch über die 15 % hinausgeht, spricht man von Inzucht und nicht mehr von Linienzucht. Die Gefahr für gesundheitliche Probleme steigt somit mit dem Inzuchtfaktor. Durch korrekte Planung und Selektion brachte der King Ranch die Linienzucht jedoch herausragende Erfolge.

Genetische Beziehungen

Nach Auswertung der Kingsville Studie, stand fest, dass sich nicht nur Old Sorrel Blut in der King Ranch Linie befindet, sondern auch namhafte Hall 0f Fame Hengste, wie zum Beispiel Mr San Peppy, Peppy San Badger, Doc Bar und Three Bars (TB) eine Rolle in der Zuchtgeschichte spielen. Scotty Moore, Managerin auf der  King Ranch, sieht dies als großen Vorteil für die züchterische Entwicklung und als große Chance, um Pferde mit Cow Sense im Zuchtprogramm zu behalten.

In Bezug auf den Inzuchtfaktor der King Ranch Linie fand man heraus, dass dieser geringer als erwartet ist, nämlich bei Hengsten durchschnittlich 1,61 % und bei Stuten 3,49 %. Dieser Faktor kommt allein durch Old Sorrel und Hickory Bill zustande und ist keineswegs auf die gesamte King Ranch Population zurückzuführen. Denn generell bringen verschiedene Linien auch unterschiedliche Genetik mit sich, was bei den Nachkommen für Varietät sorgt.

Im Vergleich zu den Hengsten der King Ranch, die hauptsächlich nach Pedigree ausgesucht werden, werden die Stuten zuerst nach Gebäude ausgesucht, dann nach ihrer Leistung unter dem Sattel und erst zuletzt nach der Abstammung.

Techniken der King Ranch im Gebrauch

Viele unter uns, die sich der Pferdezucht verschrieben haben, haben sich bestimmt schon gefragt, wie man als Züchter ein  funktionierendes Zuchtprogramm entwickeln kann. Im Prinzip gibt es mehrere Wege, eine gut durchdachte Linienzucht aufzubauen, ohne den Inzuchtfaktor unnötig in die Höhe zu treiben während dennoch die gewünschten Charaktereigenschaften an die Nachkommen weitergegeben werden.

Hierbei ist es vor allem wichtig, den Hengst und die Stute, die angepaart werden sollen, perfekt aufeinander abzustimmen. Man muss also einen genauen Blick auf die Pedigrees haben, bei verwandten Pferden sollen die Elterntiere möglichst auf unterschiedlichen Pedigreestufen stehen.

Außerdem bekommt man immer frisches Blut in die Herde, indem man ausgesuchte Pferde komplett anderer Blutlinien einkreuzt. Die King Ranch Züchter benutzten diese Methode, um zum Beispiel neue Gene von Cutting gezogenen und geshowten Pferden in ihre Linie zu bringen.

Das wichtigste an der Linienzucht ist somit, seiner Blutlinie treu zu bleiben bzw. genetische Beziehungen beizubehalten und den Inzuchtfaktor gering zu halten. Der King Ranch ist dies bereits seit über 100 Jahren gelungen. Mit den Informationen der Kingsville Studie kann die berühmte Ranch ihre Ära unter dem Motto „Erhaltung historischer, fundamentierter und exzellenter Cow Horse Linien mit dem Blick in die Zukunft“ fortsetzen.


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