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DQHA Playday
22.10.2016
55606 Kirn

Pattern 19.10.16, 09:31 Uhr
Q16 International DQHA Championship
30.09.2016 - 09.10.2016
52070 Aachen

Ergebnisse 11.10.16, 17:32 Uhr
Ergebnisse 11.10.16, 17:32 Uhr
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Ausschreibung 07.10.16, 09:31 Uhr

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Europäische Teilnehmer auf der AQHA World Show 2015

03.12.2015 11:53

Jeanine Burkart mit WR This Cats King, Bild: Jeff Kirkbride.

Cathrin Gutmann mit Onlyafraid Inthedark, Bild: Shane Rux.

Cathrin Gutmann mit Boys Mover Over, Bild: KC Montgomery.

Lisa Schlatter mit Reno Jetset Aintblue, Bild: Figure Eight

Philipp Roos mit The Hot Intern, Bild: KC Montgomery.

Mitte Oktober, nach der Q15, war in Deutschland die Quarter Horse Show Saison beendet - der weltweite Höhepunkt fand aber erst im November in den USA statt. Die besten Pferde und Reiter der Open- und Amateur-Division traten vom 5. bis zum 21. November in Oklahoma City auf der AQHA Lucas Oil World Show gegeneinander an. Neben den zahlreichen nordamerikanischen Teams qualifizierten sich auch Reiter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die gebürtige Deutsche Jeanine Burkart, die ihr Pferd WR This Cats King in Amateur und Open Junior Ranch Riding vorstellte, ist an die amerikanische Showszene gewöhnt - bereits seit 2011 lebt sie Kalifornien. Mit dem fünfjährigen Hengst, der „Mr. Bakey“ gerufen wird, zog sie als 9. von 88 Teilnehmern und einem Score von 224 ins Finale der Amateur Ranch Riding ein. Die Pattern bestand aus vielen verschiedenen Teilen, die in sehr kurzen Abständen erfolgten. „Das war knifflig, da es zu Fehlern einlädt und perfektes Timing verlangt“, erzählt Jeanine. Unter den 22 Finalisten platzierte sie sich mit WR This Cats King auf Platz 17. „Ich bin zufrieden, aber nächstes Mal werde ich im Finale sicherlich mehr Risiko eingehen!“ In der Open Junior Ranch Ranch Riding verpasste das Team das Finale leider knapp: „Innerhalb der Pattern war ein Pen mit Rindern aufgebaut - er war kurz abgelenkt, er ist nun mal ein Cowhorse.“ Für Jeanine, die ihr Pferd normalerweise auch in Reining, Cowhorse und Versatility Ranch Horse vorstellt, liegen die Vorteile der Ranch Riding auf der Hand: „Ich kann das Training für Ranch Riding wunderbar in mein normales Reining- beziehungsweise Cowhorse-Training integrieren. Beim Showen ist es eine super Klasse, um das Pferd entspannt, frisch und vertrauensvoll zu halten.“ Dass das Pferd frisch und gesund ist, war Jeanine auch während der Vorbereitung auf die World Show sehr wichtig, vor allem nach der langen Anreise: 1600 Meilen liegen zwischen ihrem Wohnort in Kalifornien und Oklahoma City. Dort angekommen, bestehe die Herausforderung vor allem darin, bei den vielen Klassen und Teilnehmern Zeit zu finden, um in den zwei Showarenen zu reiten, so Jeanine. „ Auch wenn man in eine Abreitehalle kommt, ist dort eine wilde Mischung aus Leuten, die für verschiedenste Klassen üben. Es macht Spaß, diese Leute und Pferde zu beobachten. Es ist aber oft schwierig, das Training, das man sich vorgenommen hat, umzusetzen.“ Für die Organisation auf der World Show findet Jeanine nur lobende Worte und kann für sich selbst auch ein positives Fazit ziehen: „Ich habe auf der World Show viele neue Eindrücke, speziell im Bereich Ranch Riding, sammeln können und freue mich schon, diese in 2016 umzusetzen.“

Cathrin Gutmann aus Österreich nahm dieses Jahr bereits zum vierten Mal an der AQHA World Show teil. Nach einer kurzen Verschnaufpause nach dem All American Quarter Horse Congress flog sie nach Oklahoma City, um Onlyafraid Inthedark (Invitation Only x ILike Itin Thedark) in Level 2 und Level 3 Amateur Performance Halter Mares vorzustellen. Die achtjährige Stute wurde außerdem von Cathrins Trainer Michael Colvin in Open Performance Halter Mares (Level 2 & 3) sowie Level 3 Open Senior Western Pleasure geshowt. Das zweite Pferd, Boys Mover Over (Skys Blue Boy x Lil Bit A Art), eine vierjährige Stute, wurde von Cathrin in der Level 3 Amateur Hunter Under Saddle und von ihrer Trainerin Nancy Sue Ryan in der Level 3 Open Junior Hunter Under Saddle geritten.

Onlyafraid Inthedark, genannt „Jellybean“, gewann sowohl mit Cathrin als auch mit Michael Colvin in der Level 2 Performance Halter eine der begehrten Trophäen für den 3. Platz in der Amateur und der Open Division. In Level 3 schaffte sie es auf Platz 8 mit Cathrin und Platz 9 mit Michael. Der US-Trainer zog mit der Stute außerdem in das Finale der L3 Senior Pleasure ein und platzierte sich auf Platz 13. „Das waren alles wirklich gute Leistungen“, so Cathrin.

„Black Betty“, so der Rufname von Boys Move Over, und Cathrin erreichten die Top Ten der Amateur Hunter Under Saddle L3 (Platz 9). „Unsere Trainerin Nancy Sue Ryan hatte im Finale der Open Junior Hunter Under Saddle leider gar keinen guten Ritt und endete auf Platz 14.“ Cathrin erklärt dies damit, dass die Stute zwar eines der besten Hunter Pferde sei, die sie kenne, aber auch gleichermaßen schwierig. „Es kann schon mal vorkommen, dass man an einem Tag unter allen Richtern gewinnt und sie am nächsten Tag in der Show anfängt, zu bocken. Sie ist definitiv eine Herausforderung, aber ich mag Herausforderungen und sie ist wirklich ein besonderes Pferd.“ Abgesehen von den Herausforderungen in der Reiter-Pferd-Beziehung bergen auch die zwei Showarenen ihre Tücken. Die Einreite-Rampen in beiden Hallen seien sehr steil, erzählt Cathrin:

„Da muss man vorsichtig sein, die Konzentration der Pferde nicht zu verlieren und wissen, ab wann man anfängt zu traben, weil es an manchen Stellen einfach zu steil ist.“

Mittlerweile fühlt sich Cathrin auf der World Show als Europäerin sehr wohl - auch wenn es zu Anfang eher eigenartig war, da die amerikanische Szene sehr in sich abgeschlossen sei.

Europäischen Neulingen auf dieser großen Show rät sie, sich die Arena genau anzuschauen, sich mit dem Pferd auseinanderzusetzen, aber vor allem auf die Präsentation zu achten: „Sei selbstbewusst, showe im Moment und genieße jeden Moment, du bist auf der World Show!“ Dass es möglich ist, den Moment zu genießen, liegt unter anderem an der Atmosphäre der Show: „Es ist sehr entspannt im Vergleich zum Congress und man hat genügend Zeit, sich vorzubereiten und noch dazu am Abend auch einmal mit Freunden essen zu gehen.“ Entspannung ist vor allem nach den nächtlichen Trainingseinheiten nötig. Cathrin reitet ihre Pferde auf den großen Shows jeden Morgen zwischen drei und vier Uhr. Zudem ist die Zeitabstimmung und Kommunikation untereinander sehr wichtig - vor allem bei mehreren Pferden und verschiedenen Trainern. Dass sich dieser umfassende Aufwand lohnt, zeigen die guten Ergebnisse, und das Erlebnis World Show an sich: „Ich freue mich jedes Jahr wieder aufs Neue, dabei zu sein und bin natürlich stolz, die österreichische Fahne über dem Eingang der Jim Norick Arena zu sehen.“

Ebenfalls für Österreich ging Lisa Schlatter an den Start. Sie showte ihre siebenjährige Stute Reno Jetset Aintblue (Aint It The Blues x Expensive Jetset) im Amateur Trail Level 2 & 3. Die Vorbereitung für die AQHA World Show ist aufwendig - und für Lisa, ihr Pferd und Trainerin Iris Petschenig kam noch ein besonderer Faktor hinzu: „Da ,Reno‘ diesen Frühling ein Fohlen von No Doubt Im Lazy bekommen hat, haben wir erst im August angefangen, zu trainieren. Im Grunde war sie ja schon voll ausgebildet, also mussten wir sie nur mehr konditionieren und ihre Muskeln wieder aufbauen“, so Lisa. Trotz Fohlenpause war sie mit der Leistung ihres Pferdes sehr zufrieden, auch wenn es für den Einzug ins Finale leider nicht reichte: „Wir hatten einen schönen Lauf am langen Zügel, aber leider zwei starke Ticks und einen Trabschritt vor dem Tor.“ Mit insgesamt 81 Startern war die Klasse eine echte Herausforderung - ebenso wie die Pattern: „Die gesamte Pattern bestand aus sehr vielen Übergängen, was sie sehr schwierig machte. Viele Pferde waren dann so sensibel, dass sie im Trab wieder angaloppierten.“ Auch für Lisa ging es nicht allein um Platzierungen. Das Gefühl, mit dabei zu sein sei ein Traum, den sich nicht viele erfüllen können, meint sie. „Am besten hat mir gefallen, all diese erfolgreichen Pferde und Trainer beim Reiten zu zu sehen, die man sonst nur im Livestream sieht. Es gab viele tolle Ritte und eine super Stimmung!“

Die Schweiz wurde durch das Pferd des DQHA Mitgliedes Philipp Roos vertreten. Wie auch Cathrin Gutmann setzte der Schweizer sein Vertrauen in Michael Colvin. Dieser stellte Philipps fünfjährige Stute The Hot Intern (Presidential Order x Zipped So Lightly) in der Level 2 Open Junior Western Pleasure vor. Philipp startete bereits früher in diesem Jahr mit seinem anderen Pferd Technical Nat Image (With Technique x An Image In Time) auf der Adequan Select World Show in Trail, Horsemanship, Showmanship und Western Riding und auf dem All American Quarter Horse Congress, wo er mit einem sehr guten 4. Platz in der Select Amateur Showmanship belohnt wurde. Hinter den Erfolgen steht vor allem eine gute Planung. „ Die Vorbereitung an der Show selber ist minutiös. Die Pferde werden geklippt und regelmässig wieder neu eingeflochten. Viele der Pferde werden regelmässig longiert, damit sie Power ablassen können und ruhig für die Klasse werden“, erzählt Philipp Roos. Gerade für Reiter, die das erste Mal an solch einer großen Show teilnehmen, ist gute Planung essentiell. Für europäische Teilnehmer hat der Schweizer einige nützliche Tipps parat: „ Zuerst würde ich mich für einen Trainer in den USA entscheiden. Mit ihm wäre dann zu diskutieren, ob ein eigenes oder ein geleastes Pferd vorgestellt werden soll. Ein eigenes Pferd in die USA zu überführen, kann recht aufwändig werden. Idealerweise steht das Pferd ein paar Monate zuvor beim Profi im Training.“ Auf der Show selber helfe es vor allem, locker zu bleiben - „Ich weiß, das ist einfacher gesagt als getan!“ - und sich und das Pferd realistisch einzuschätzen. Wie auch seine europäischen Mitstreiter schätzt Philipp das Gefühl, dabei zu sein, die Atmosphäre und die phantastischen Beweger auf den großen Shows zu genießen. Er ist sehr stolz auf seine Quarter Horses und bemerkt augenzwinkernd: „Meine zwei Pferde machten es richtig gut. Häufig bin leider ich das Problem.“

Die DQHA beglückwünscht die Teilnehmer nochmals und wünscht ihnen viel Erfolg für die Saison 2016!

Leonie Küthmann


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