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(Pferde-)Praktikum in den USA geplant? Hier gibt's exklusive Tipps!

25.11.2016 10:36

Fotos: Leonie Küthmann

Viele Reiter aus unserer Szene, gerade jüngere, träumen von einem Aufenthalt in den USA. Vor einigen Monaten haben zwei Reiterinnen aus dem Turniersport erzählt, wie sie einen solchen Aufenthalt erlebt haben. Bis es zu dem Erlebnis kommt, bedarf es allerdings Einiges an Planung. Einige Tipps hat Leonie Küthmann in dem folgenden Artikel zusammengesammelt. Sie konnte diese Erfahrung bereits machen und weiß auf was es ankommt und welche Fehler man macht.

1.  Die Suche

Bevor man sich überhaupt auf die Suche nach Ranches oder Trainern macht, sollte man sich selbst fragen, was man will und was man sich von dem Aufenthalt erwartet. Möchte man als Turnierreiter seinen persönlichen Reitstil verbessern? Oder bei einem bekannten Trainer mithelfen? Will man einfach nur mal das Feeling auf einer Arbeitsranch mit Cattle erleben? Oder auf einer Gästeranch Besucher mitbetreuen?

Zur ersten Möglichkeit: Da macht es Sinn, im Frühjahr zu einem bekannten Trainer gehen. Um diese Zeit sind noch nicht allzu viele große Shows - wie beispielsweise die Youth World Show im Sommer oder Congress und Open/Amateur World Show im Herbst - und der Trainer hat mehr Zeit, auch mal die eine oder andere Hilfestellung zu geben. Will man nur Training, muss man davon ausgehen, dass man auch entsprechend zahlen muss. Überlegt man sich die zweite Option, wird man sicher vom Trainer auch Tipps kriegen, muss sich aber darüber im Klaren sein, dass man auch füttern und longieren muss, beziehungsweise andere anfallende Arbeiten erledigen. Geht man zu einem Trainer, sollte man sich im Voraus genau überlegen, in welche Sparte man will: Im Gegensatz zu Europa sind die Trainer in den USA viel spezialisierter - da wird nicht nur in Allround und Reining/Ranch Riding und Cowhorse unterschieden, sondern viele Trainer machen beispielsweise nur Trail und Western Riding oder nur die Englisch Disziplinen.

Letzteres sind auch häufig die vorrangigen Arbeiten auf „richtigen“ Ranches. Ist man auf einer Gästeranch kommt dann noch die Betreuung der Besucher auf Ausritten etc. dazu.

Über eines sollte man sich aber im Klaren sein: Wer nicht gerade viel Geld ausgeben will, um bei einem US-Trainer zu trainieren, sondern im Betrieb mithilft oder auf Shows, muss wissen, dass das vor allem eins bedeutet: harte Arbeit!

Wenn man sich für eine Option entschieden hat, sollte ausführliche Internetrecherche folgen: Gästeranches und Ähnliches kann man googeln, es gibt auch einige, die von Deutschen geführt werden. Möchte man bei einem erfolgreichen Trainer mithelfen, kann man sich anschauen, wer aus Europa in den letzten Jahren auf der AQHA World Show gestartet ist - diese Reiter haben oft Kontakt zu US-Trainern. Hat man so jemanden gefunden, schreibt man am besten eine Nachricht über Facebook oder per E-Mail. Viele freuen sich, wenn sie weiterhelfen können und außerdem haben die Trainer in den USA, mit denen die Europäer in Kontakt stehen, meistens schon Erfahrung bei der Aufnahme von Praktikanten.

Hat man sich zwei, drei Optionen rausgesucht, ist es sicher nützlich zu googeln, ob jemand mit Aufenthalten auf dieser Ranch oder bei diesem Trainer schon Erfahrungen gemacht hat. Schreibt man jemanden direkt zu einem Trainer an, wird derjenige sicher auch seine persönlichen Erfahrungen schildern.

2. Das Formelle

Hat man sich für einen Trainer entschieden, kann man diesen per Mail kontaktieren und sich und sein Anliegen vorstellen. Häufig folgt nach dem ersten E-Mail Kontakt auch ein Telefongespräch. Die vertraglichen Rahmenbedingungen sollte man aber unbedingt schriftlich festlegen, um Missverständnisse zu vermeiden. Da man in den USA für solchen Aufenthalte meistens nur ein 90 Tage Visum kriegt, fällt so etwas auch unter Praktikum. Eine Bezahlung wäre Schwarzarbeit und bei diesem Thema verstehen die amerikanischen Behörden keinen Spaß. Man sollte aber unbedingt festlegen, dass man für seine Arbeit Kost und Logis gestellt kriegt. Andernfalls steigt der finanzielle Aufwand ins Unermessliche. Die Beantragung des Visums läuft über das ESTA Verfahren - häufig muss man das bereits bei der Flugbuchung ausfüllen. Genauere Infos dazu und auch zum Arbeitsvisum, das man aber nicht so ohne Weiteres erhält, findet man hier: https://de.usembassy.gov/de/visa/esta/.

 

Achtung: Im obigen Absatz ist uns ein Fehler unterlaufen. Dort heißt es, dass ein Praktika mit dem ESTA Formular möglich wären und kein Visum beantragt werden muss. Das ist nicht korrekt. Für jedes Praktikum muss - ebenso wie für anderen Arbeitstätigkeiten - ein Arbeitsvisum beantragt werden. Nähere Informationen zu diesem Thema gibt es hier: https://de.usembassy.gov/de/visa/.

Wir entschuldigen uns für den Fehler! gez. LK

 

3. Die Reise

Je nach Erfahrung mit Flugbuchungen - gerade nach Übersee - kann man den Flug online auf eine der bekannten Seiten buchen. Wer sich damit weniger auskennt oder zum ersten Mal in die USA fliegt, tut nicht schlecht daran, sich im Reisebüro zu informieren. Den Zielflughafen sollte man beim Gasttrainer oder bei der Gastranch erfragen und auch außerdem, ob man von dort abgeholt werden kann (bekanntermaßen liegen die meisten Ranches nicht neben Terminal 1 des nächsten Flughafens...). Bucht man den Flug, sollte man - wenn möglich - einen Zwischenstopp in den USA vermeiden: Andernfalls muss man die Einreiseprozedur zweimal über sich ergehen lassen... Auch der Flughafen London Heathrow sollte nicht unbedingt der Zwischenstopp sein - außer man hat mehr als 3 Stunden Aufenthalt dort. Heathrow ist extrem unübersichtlich und gilt nicht als sehr organisiert. Stichwort London: Ein Flughafenwechsel in Großstädten mit mehreren Airports sollte auch nicht unbedingt Teil der Reise sein. Darauf gilt es besonders zu achten, wenn man seinen Flug über eines der Internetportale bucht: Die schicken Reisende nämliche gerne von X nach London Heathrow, dann nach London Gatwick und von dort erst nach Y. Bei der Einreise in die USA tut man gut daran, der Zollkontrolle gegenüber nicht zu erwähnen, dass man arbeitet oder ein Internship macht. Besser, man spricht von “holidays” und hat außerdem die Telefonnummer des Trainers und dessen Adresse parat, sowie - falls schon gebucht - das Rückreiseticket. Kleiner Tipp von jemandem, der zwei Stunden am Flughafen Dallas festsaß...

4.  Sonstiges

Gute Englischkenntnisse sind ein MUSS! Andernfalls hat der Aufenthalt wenig Perspektive, gerade auf Ranches, die Gäste aus aller Welt betreuen. Außerdem lohnt es sich, den Trainer oder jemanden auf der Ranch vorher zu fragen, was man packen soll. Gerade wenn man beispielsweise auf dem Congress bei einem Trainer hilft, reicht es nicht, nur für eine Wetterlage zu packen. Apropos Congress: Es wurde zwar bereits erwähnt, aber: Gerade auf den Shows wie World Show oder Congress ist die Arbeit wirklich hart! Zwei Stunden Schlaf pro Nacht sind normal und das für vier Wochen. Man sollte also die Arbeit bei den Highclass-Trainern niemals unterschätzen und schon gar nicht denken, dass das leichter ist, als die Arbeit auf einer Ranch. Ist man schon einmal in den USA, lohnt es sich, am Ende noch ein oder zwei Wochen für Urlaub oder „non-horse-related stuff“ einzuplanen. Das sollte natürlich vorher mit dem Trainer oder den Besitzern der Ranch abgesprochen werden. Außerdem muss auch das gut geplant werden, da die Distanzen in den USA ja bekanntlich etwas länger sind als in Europa. Auch in Hinblick Gepäck sollte man sich vorher Gedanken machen und eventuell einen zweiten leeren Koffer mitnehmen. Auch wenn man wenig Zeit hat und viel arbeiten muss - Zeit zu shoppen ist immer irgendwie! Und im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sicher jeder so einige Objekte der Begierde.


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