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Der Wallach des Monats Juni: JCL Skippen On Top aka „Luke“

01.06.2017 10:24

Fotos: Privat

Ein Offizier und Gentleman

Bereits im Zuchtjahr 2015 begann die DQHA mit der linearen  Beschreibung von Wallachen für die DQHA Wallachbücher und die Integration in die Zuchtwertschätzung. Dazu wurde im Rahmen der Q15 die erste Wallachaktion ins Leben gerufen.

Einer der „Wallache der ersten Stunde“ war JCL SKIPPEN ON TOP (SKIPS SPECIAL IMP x TRIPS RED LADY, Züchter: Christoph Lesch). Der fundamentstarke Fuchs konnte besonders durch seine Bewegungsqualität von sich überzeugen.

Auch seine Eigentümerin Angela Huschens ist von ihrem „Luke“ überzeugt: „Gesehen habe  ich „Luke“ als er drei Tage alt war und damals  noch nicht wusste, dass er später  mein Pferd sein würde. Er kam erst richtig in meinen Fokus als ich mein selbst gezogenes Fohlen verlor.  „Luke“ fiel mir in einer Aufzucht-Hengstherde auf, weil er der Mutigste war. Ich beobachtete die Jungpferde und ging letztlich  mit einer Wurzelbürste in der Hand auf die Weide. Alle Jungspunde umkreisten mich aus Neugier und nur einer blieb mutig stehen. „Luke“ zeigte schon damals seinen ausgeprägten Hang für Wellness und genoss diesen Sonderservice ausgesprochen deutlich. Seinen damaligen Job  in der Herde, eine Art „Policeman“, transferiert er bis heute auf seine Umwelt: Er muss immer auf die ganze Welt aufpassen, sei es die Herde oder die gesamte Hofanlage. Er ist für alles und jeden verantwortlich und in der Folge auch während des Trainings leicht abzulenken, weil er immer Bescheid wissen möchte und ggf. gemäß seines Naturells „eingreifen“ will.

Wir beide hatten einen schweren Start. Als ranghohes Pferd und Geschäftsmann mit Cleverness ausgestattet, verstand ich und auch einige Ausbilder seine Bedingungen nicht. Wir mussten sie mit der Zeit „herausfinden“: klare Ansagen und absolute Gerechtigkeit gekoppelt an eine interessante Arbeit - und er war mit 100% dabei. Anfangs hat er mit Vehemenz seine Meinung kundgetan, was in der Folge zu verschiedenen Unfällen führte, denn auch hier war er hundertprozentig deutlich. Schnell hatte er die Etiketten „unreitbar“, „verrückt“, „gefährlich“ auf seinem Pelz kleben. Ich hielt an ihm fest. Ich stand vor ihm wie vor einem Rohdiamant und suchte nach einem Weg um den Zugang zu seinem Potential zu finden. 2010 ging ich zu seinem Züchter Christoph Lesch zurück und dort lernten wir beide uns zu disziplinieren und fair miteinander umzugehen.

Entscheidend in unserer Beziehung war ein lebensgefährlicher Unfall von „Luke“ im Stall. Ich kämpfte sechs Wochen um ihn und merkte die Verwandlung meiner Einstellung. Ich wollte ihn nun noch mehr haben, ich fing an WIRKLICH an ihn zu glauben und es kommt bis heute doppelt von ihm zurück. Inzwischen kann ich ihn wie ein offenes Buch lesen und muss gestehen, es war die ganze Zeit schon aufgeschlagen. Seine Ehrlichkeit und Direktheit ist unschlagbar.

Eine Bereicherung für uns ist der Mini-Einstieg in die Rinderarbeit und die Ranch Horse Versatility. Wir haben viel Spaß, viel Arbeit und er rollt fast die Augen, wenn ich an der Kuh nicht blicke, was zu tun ist. Luke ist immer freundlich zu Mensch und Tier und ist für mich im allgemeinen Umgang und im Stall das unkomplizierteste Pferd, was ich je hatte. Er setzt sich mit jeder Situation auseinander und stellt sich darauf ein, fast leichter als ich es kann. Auch wenn ihm das Herz jedes Mal stillsteht, fährt er immer mit und hat sich noch nie geweigert, irgendeinen Blödsinn mitzumachen.  Er ist ein echter Allrounder. Im Turnier kann ich viele möglichen Disziplinen ausprobieren, wobei er mein Nervenkostüm zu 100% spiegelt - daher sind wir immer sehr flexibel und mittelmäßig unterwegs; er beschützt mich wenn nötig und vertraut mir in kritischen Situationen.  Er bietet und gibt alles, beansprucht klare „Geschäfte“ und schenkt nichts. Möchtest du nur die Hälfte, bekommst du die Hälfte und das mit einer stoischen feinen Art. Brauchst du aber alles und fragst, kannst du auf ihn zählen. Diesen Gentleman möchte ich niemals missen müssen.“


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