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DQHA Hall of Fame 2002: Horst Köhn

01.02.2002 12:00

Ein Horseman der ersten Stunde

Der 1937 in Bremen geborene Horst Köhn hat mit Ehefrau Sigrun und den beiden Kindern Torsten und Ines seit mehr als 25 Jahren die American Quarter Horse Szene in Deutschland aufgebaut, geprägt und verantwortlich mit gestaltet.

Dass er überhaupt an das American Quarter Horse gekommen ist, verdankt er seinem Sohn und nicht zuletzt dem Zufall, der bei solchen Erfolgsgeschichten immer eine Rolle spielt.

Der Unternehmer mit einem eigenen Betrieb für Sicht- und Sonnenschutzsysteme kam zu seinem eigenen Pferd wie die viel zitierte „Jungfrau zum Kinde“. Auslöser war sein Sohn Torsten, der sich ein Pony wünschte – doch bevor sein Vater ihm diesen Wunsch erfüllen sollte, mussten die schulischen Leistungen sich verbessern. Angespornt durch diese Vereinbarung begann Torsten, für dieses Ziel zu lernen und der Erfolg stellte sich ein.

Zu seinem Wort stehend kaufte Vater Köhn 1975 das erste Pferd, ohne damals zu wissen, welche Folgen das haben sollte. Goldie, eine in Deutschland gezogene englische Palomino Stute sollte die gesamte Familie mit dem „Pferdevirus“ infizieren. Fasziniert von der einmaligen Farbe wurde recht bald eine zweite Stute gekauft. Aranka, eine ungarische Palomino Stute, war dann im selben Jahr auch der Auslöser für die Gründung der Palomino Farm.

Der Nord-Bremer Horst Köhn lernte in den kommenden Jahren Horst Geier, den Besitzer der Schwaneweder Flachsberg Ranch kennen, von dem er 1979 das erste American Quarter Hose – Jev Sugar – erwarb.

Nach Abschluss der Schule ging Sohn Torsten 1979/1980 für sieben Monate nach Kalifornien auf die Ranch von Jean Claude Dysli. Im Reisegepäck zurück nach Deutschland hatte er neben einer Menge praktischer Erfahrungen den damals 3jährigen Palomino Hengst Taps A Bar (von Tapa City – Par Three – Three Bars), der die eigene Palomino Zucht begründen sollte. Teilweise tummelten sich bis zu 16 Palominos auf der eigenen Anlage.

Da Horst Köhn zu diesem schon seit vielen Jahren Mitglied im Zuchtverband Weser-Ems war, gelang es ihm durch seine unnachahmliche Überzeugungskraft und Beharrlichkeit, den damaligen Zuchtleiter Dr. Schön für die eigene Sache zu gewinnen. Es galt, die gesamten Zoll- und Importformalitäten für den Hengst zu erledigen. 1980 wurde der Hengst in das Zuchtbuch Weser-Ems eingetragen und am 10. Oktober des Jahres dort auch gekört. Ergebnis dieser Zusammenarbeit war nicht zuletzt ein eigener Brand für die Westernpferderassen.

Neben dem Aufbau einer eigenen Zucht lagen die Mitglieder Horst Köhn immer besonders am Herzen. Nach Gründung der DQHA organisierte und führte er die Mitglieder im Norden zu einer Regionalgruppe zusammen, dessen 1. Vorsitzender er dann auch folgerichtig wurde. Mitgliederstand im Jahre 1982 waren 15 Leute!

Von dem Willen beseelt und angetrieben, die Statistiken nach oben zu schrauben, führte er u.a. die Passiv-Mitgliedschaft zum halben Jahresbeitrag ein, um dem jungen Verband auf die Beine zu helfen. In den Folgejahren organisierte und betreute er zusätzlich auch die Regionalgruppen Hamburg und Schleswig-Holstein.

1983 war es wiederum Horst Köhn, der die Idee zu einem jährlichen festlichen Ereignis als Abschluss der Saison hatte und den 1. DQHA Ball im Kurhotel „Alte Mühle“ in Altenau/Harz veranstaltete. Die damalige Festgebühr betrug DM 75,- und beinhaltete Übernachtungskosten, Sektempfang, Spießbratenessen, Eintrittskarte für den Ball, Musik und das Frühstück am kommenden Morgen. Dem Ruf folgten 104 Freunde der Westernreitweise, und unterm Strich blieben der DQHA noch DM 228,60 über. Das Konzept ging auf. Horst Köhn brachte die wachsende Mitgliederzahl mit den American Quarter Horse zusammen und organisierte die ersten DQHA Turniere in Severloh/Lüneburger Heide.

Den vorerst letzten Meilenstein setzte er dann 1993 nach der Wiedervereinigung Deutschlands, indem er interessierte Pferdebesitzer und –freunde in den neuen Bundesländern organisierte und zur Regionalgruppe Berlin zusammen führte. Werner Otto und Horst Hoemke konnten für den Vorsitz gewonnen werden und im selben Jahr besetzte Horst Köhn auch den DQHA Infostand auf der 1. Hippologica in Berlin.

Die persönliche Anerkennung seiner züchterischen Leistung und Verdienste erhielt er 1993 durch die AQHA. In der Jahresendwertung rangierte er in der Liste der „Leading Breeders of Halter Class Winners“ unter den TOP 25, einen Platz hinter Hank Wiescamp, Colorado. Mittlerweile hat sich Horst Köhn aus der aktiven DQHA Vorstands- und Verbandsarbeit zurück gezogen. Die Palomino Farm mit einem derzeitigen Bestand von 55 Pferden wird schon seit Jahren von Sohn Torsten äußerst erfolgreich geführt und gehört nun seit mehr als 25 Jahren zu den festen Größen nicht nur in der deutschen Szene.


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