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Laura Pfeifer wird AQHA International Intermediate of the Year Amateur

28.03.2017 09:35

Potentializing, Foto: Privat

Fashionable Irons, Foto: Figure Eight

Jedes Jahr vergibt die DQHA einen Intermediate Of The Year Award in den Divisionen Amateur und Youth. Diese Auszeichnung richtet sich an Turnierreiter, die in ihrem ersten Jahr bei der DQHA in ihrer jeweiligen Division die meisten Punkte gesammelt haben. Der Amateur-Award ging 2016 an die 23-jährige Laura Pfeifer aus Weitnau und ihre Stute Fashionable Irons. Im folgenden Interview erzählt Laura ein wenig über ihre Pferde, Zukunftspläne und wie man sich als Neueinsteiger am besten behauptet.

DQHA: Herzlichen Glückwunsch, Laura! Kannst Du Deine bisherige Showkarriere ein wenig beschreiben?

Laura Pfeifer (LP): Angefangen zu Showen habe ich im Jahr 2008 mit meinem damaligen American Paint Horse, Hesa Nigel Paycheck. Ich bin viel auf kleineren APHA Shows gestartet und nach und nach traute ich mich auf die größeren Turniere. Über die Jahre war ich sehr erfolgreich mit Nigel und meiner Stute, Invest In A Shine, die meine Eltern 2009 aus den USA importierten. Ich hatte die Ehre, 2012 mit dem Deutschen Jugend Team zu den Youth World Games nach Texas zu fliegen. Im gleichen Jahr konnte ich auch die meisten Erfolge meiner bisherigen Showkarriere verbuchen. Nachdem ich mich entschlossen hatte, von der Paint-Szene zur Quarter-Szene zu wechseln, stand für mich 2016 die erste Saison als AQHA Amateur an. Diese bestritt ich mit meinen zwei American Quarter Horses, Fashionable Irons aka Katy und Potentializing aka Matze, welche beide auch ihre erste Saison unter dem Sattel hatten. Die Saison hat alle meine gesteckten Erwartungen mehr als übertroffen. Potentializing ist NSBA Futurity Champion und zweifacher DQHA Futurity Reserve Champion in der Disziplin Hunter Under Saddle geworden. Mit meiner erst dreijährigen Stute war ich sehr erfolgreich in der Amateur Showmanship.

DQHA: Nicht nur Du, sondern auch Deine beiden Pferde haben ihre erste richtige Saison 2016 bestritten. Wie kriegt man das hin, mit zwei unerfahrenen Pferden in der AQHA Amateur Szene zu bestehen? Hattest du einen bestimmten Plan, wie du das angehst?

LP: Ehrlich gesagt, war es anfangs sehr schwierig, da ich in der AQHA Szene neu war und nicht wusste, wie sich meine Pferde im Showpen verhalten würden. Letztendlich bekommt man das nicht ohne ein tolles Umfeld hin. Meine Trainerin Nina Leiner hat mich in jeder Situation unterstützt, selbst, wenn ich nicht mehr an mich oder mein Pferd geglaubt habe, war sie immer positiv gestimmt. Man darf sich nicht von Rückschlägen nach unten ziehen lassen, sondern muss das Beste daraus machen.

Nina ermunterte mich mal eben schnell einen Trail mit einem fast 1,70 m großen Pferd zu bestreiten und das noch einhändig nach circa drei Wochen Training im Bit. Manchmal muss man auch mutig sein und Dinge probieren, die einen aus seiner „comfort zone“ bringen. Nur so kann man sehen, wo man gerade steht und an welchen Problemen noch gearbeitet werden muss. Der Plan war, zu schauen, wie sich die Pferde auf dem Turnier machen und dann situativ zu entscheiden, welche Klassen genannt werden. Katy sollte in ihre ersten Hunter Under Saddle und Showmanship Prüfungen hinein schnuppern. Matze wollte ich langsam auf die Allaround Disziplinen vorbereiten.

DQHA: Was würdest Du Neueinsteigern, die ihre erste Saison in der AQHA Szene bestreiten, raten?

LP: Mein wichtigster Rat an Neueinsteiger ist, sich nicht einschüchtern zu lassen. Jeder hat mal an dem Punkt angefangen und hat sich dann über viel Training und Showen verbessert. Getreu nach dem Motto „Niemand ist perfekt und harte Arbeit zahlt sich aus!“ kann man sich ganz nach oben arbeiten. Jedem passiert es mal, dass das Pferd falsch angaloppiert, man sich verreitet und das Pferd vor der Brücke scheut, dem Anfänger wie dem Profi. Man sollte sich Hilfe suchen, bei jemand, der schon länger in der AQHA Szene ist. Zudem werden auf den größeren Shows so genannte Clinics angeboten, wo professionelle Horsemen/Horsewomen anhand des Regelbuchs bestimmte Disziplinen und Pattern erläutern und hilfreiche Tipps geben.

DQHA: Wie sieht die Zukunftsplanung für Deine Pferde und Deine Turnierkarriere aus?

LP: Große Zukunftspläne habe ich momentan nicht. Beide Pferde müssen noch wachsen und Muskulatur aufbauen. Je nach Leistungsstand werde ich dann entscheiden, in welchen Disziplinen ich sie vorstelle. Katy wird nächstes Jahr von meinem Vater, Markus Pfeifer, in der Select Showmanship vorgestellt und mit Matze möchte ich in den Allaround Disziplinen Fuß fassen.

DQHA: Hast Du einen Unterschied in diesem Jahr zwischen Deinen vorherigen Showsaisons bemerkt?

LP: Ich habe mich auf den AQHA Circuits sehr wohl gefühlt. Besonders die Q16 hat mir besonders viel Spaß gemacht! Vom Leistungsniveau unterscheidet sich der AQHA Circuit natürlich deutlich von den APHA Turnieren. Die Anzahl an sehr guten Amateuren ist viel größer und die Starterzahlen sind in vielen Klassen auch höher. Da hat ein Erfolg schon einen größeren Stellenwert. Ich hätte nie gedacht, dass ich rein mit Showmanship und ein wenig Hunter den Intermediate of the Year Award gewinnen könnte.

Ich weiß, dass es viele Leute gibt, die mit Pferden auf Senior Niveau in Novice Amateur Klassen reiten. Das ist natürlich nicht fair gegenüber den Novice Leuten, die wirklich von ihrem Leistungsstand Neueinsteiger sind. Zudem gibt es einige Novice Reiter mit jungen Pferden, die sich in solchen Klassen dann doch sehr schwer tun. Ich hoffe, dass bei uns in Europa auch das Leveling-Program von L1 bis L3 eingeführt wird und somit ein wenig mehr Klarheit in die Einteilung von Novice und Nicht-Novice kommt.

DQHA: Was gefällt Dir am AQHA Circuit?

LP: Besonders gefallen mir die professionelle Organisation, die Clinics - wie oben erwähnt - und die anspruchsvollen Pattern.

DQHA: Welcher Erfolg aus diesem Jahr ist Dir persönlich am wichtigsten?

LP: Am überraschendsten waren meine Erfolge auf der Q16. Besonders die Titel mit meinem Wallach Potentializing, den wir sehr „grün“ im Januar 2016 gekauft hatten, freuen mich sehr, da wir einige Zeit gebraucht haben, um uns aufeinander abzustimmen. Dass ich noch im selben Jahr einen Futurity und 2 Reserve Titel holen konnte, war unbeschreiblich.

Herzlichen Glückwunsch an Laura Pfeifer und viel Erfolg für die kommende Saison!

Das Interview führte Leonie Küthmann.


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