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Wollbacher Ranch Horse Show
08.07.2018
97618 Wollbach

Sonstiges 12.07.18, 14:19 Uhr

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Leading Horse & Breeder 1995

31.12.1995 12:00

Leading Sire Contoured, Foto: Privat

Leading Breeder Johannes Orgeldinger, Foto: Privat

Die DQHA Stalion Service Auction und die damit verbundene DQHA Futurity sind ein lohnendes Programm für den Züchter. Er kann –oft unter dem regulären Preis den Decksprung des von ihm favorisierten Hengstes erwerben. Für erfolgreiche Produkte aus seiner Zucht wird er noch über Jahre hinweg mit einer Züchterprämie belohnt. Aber auch für den Quarter Horse Besitzer oder Kaufinteressenten lohnt es sich, auf die DQHA Futurity-Berechtigung des Pferdes zu achten. Denn mittlerweile sind die Preisgelder, die in den verschiedenen Klassen ausgeschüttet werden, wahrlich kein „Kleingeld“ mehr. Die Einzelergebnisse der DQHA Futurity wurden ausführlich im Dezemberheft des Quarter Horse Journals vorgestellt. Im Detail war dort zu lesen, welche Preisgelder ausgezahlt wurden, wie die Steigerungsraten zu 1994 aussahen, welche Pferde in welchen Klassen platziert wurden.

Für den Züchter ist es aber auch besonders wichtig, sich einen Eindruck über die Vererberqualitäten eines Hengstes zu verschaffen. Vor Ort in Aachen gab es dazu ausreichend Gelegenheit. Hier wurde die Nachzucht der am DQHA Stallion Service Auction Programm teilnehmenden Hengste vorgestellt – Weanlings bis dreijährige in den Halterklassen, drei- bis sechsjährige Pferde unterm Sattel in den Performance Klassen. In 19 Klassen waren 219 Quarter Horses insgesamt 257 Mal am Start.

Um ein Gesamtbild der Veranstaltung zu erhalten werden seit 1993 die Ergebnisse der DQHA Futuritys ausgewertet – die TOP 10 Sires Rangliste. Wie schon 1993 und 1994 werden für jedes Vatertier (Sire) die Punkte aller gestarteten Nachkommen addiert. Die Anzahl der Starts dieser Nachkommen und die Anzahl der platzierten Nachklommen werden ebenfalls ermittelt. Dabei werden in jeder Klasse an den Erstplatzierten soviel Punkte vergeben, wie Pferde in der Klasse gestartet sind, aber maximal zehn Punkte. Der Zweitplatzierte erhält einen Punkt weniger, usw. bis zum Letztplatzierten bzw. in Klassen mit mehr als zehn Starter bis Platz zehn.

In der Gesamtwertung – Halter- und Performanceklassen – erreichte „Contoured“ mit 84 Gesamtpunkten Platz eins, knapp geschlagen auf Platz zwei „Fritz Power“ mit 81 Punkten. Dann folgt auf Platz drei „Shades of Wonder“, von dem allerdings auch deutlich weeniger Nachkommen am Start waren, mit 45 Punkten. Die weiteren Plätze in der Rangliste si8nd der Tabelle zu entnehmen.

Die Gesamtpunkte der Nachkommen ergeben sich aus dem oben beschriebenen Punktsystem, die Punkte werden nochmals differenziert nach Halterklassen und Performanceklassen. Zusätzlich sind die Anzahl der Nachkommen am Start, die Anzahl der platzierten Nachkommen aufgeführt.

Hieraus ist zum Beispiel abzulesen, mit wie vielen  Nachkommen die Punkte erreicht, wo und wie häufig diese vorgestellt wurden und wie erfolgreich sie abgeschnitten haben. Die jeweiligen Einzelergebnisse der Nachkommen können dem Quarter Horse Journal Dezember 1995 entnommen werden.

Betrachtet man nur die Halterklassen, führt 1995 Contoured die Rangliste mit 84 Punkten an. Auf dem 2.Platz folgt Fritz Power mit 72 Punkten, Platz drei – schon mit mehr Abstand und 42 Punkten – errang Gator Snappen Lad, von dem aber auch nur fünf Nachkommen am Start waren.

In den Performance Klasen hatten folgende Hengste „die Nase vorn“. Auf Platz eins Docowarlee mit 32 Punkten, nur hauchdünn vor Shades Of Wonder mit 31 Punkten, auf Platz drei folgt Desperado Malbec.

In den Performanceklassen können die Pferde mehrfach an den Start gehen. Derzeit werden für dreijährige Pferde Pleasure und Trail Futurity angeboten, für vierjährige außerdem die Reining Futurity. Die fünfjährigen Pferde können in den entsprechenden Maturities starten, in der Reining Maturity auch noch sechsjährige Pferde.

Im Rahmen des DQHA Futurity Programms soll insbesondere auch die Vielseitigkeit des Quarter Horses gefördert werden. Daher gibt es bereits erste Überlegungen bei der DQHA, die Anzahl der angebotenen Disziplinen zu erhöhen. Aber auch eine Änderung der Altersbeschränkung – in Anlehnung an die Ausweitung der Juniorklassen auf fünfjährige Pferde bei der AQHA – ist zu überlegen. Details werden sicherlich auf der kommenden Convention ausführlich diskutiert werden. Der interessierte Züchter, Besitzer, Reiter eines Quarter Horses kann dort aktiv mitgestalten.

Soweit der Überblick über die Vererberqualitäten der Hengste, die am DQHA Stallion Service Programm teilnehmen. Natürlich ist dies nur eine Momentaufnahme, da nur die Ergebnisse der Futurity – Maturity 1995 eingeflossen sind. Für eine tiefergehende Beurteilung müssen Ergebnisse anderer Shows, Ergebnisse der Fohlenschauen, Erfahrungen der Besitzer der Nachzucht, Anzahl der Nachkommenjahrgänge usw. berücksichtigt werden.

Die Frage nach dem erfolgreichsten Pferd der DQHA Futurity – Maturity konnte 1995 nicht so eindeutig beantwortet werden wie 1994. Es gibt zwei Pferde mit 16 Gesamtpunkten, die auch beide jeweils 53 Pferde besiegt haben, die Stute Genuinely Socks, seit Juli 1995 AQHA Champion Amateur im Besitz von Klaus Kopp und der Hengst Honey Zippo Bar im Besitz von Dorothea Lorreng. Mit nur einem Punkt Abstand knapp geschlagen die Stute Holey Work, im Besitz von Bernd Süchting.

Zuletzt, obwohl sie am Anfang von jedem Pferd stehen, die Züchter. Der erfolgreichste Züchter der DQHA Futurity – Maturity 1995 wurde Johannes Orgeldinger mit 37 Wertungspunkten, hauchdünn dahinter Heidi Risse, die diesen Titel 1994 für sich verbuchen konnte, mit 35 Punkten. Volker Laves konnte sich mit 26 Punkten auf Platz drei platzieren.

Bei insgesamt neun Pferden, die in diesem Jahr am Start waren, zeichnete Johannes Orgeldinger sich als Züchter aus. Bei zwölf wurden zehn Platzierungen erreicht:

Herzlichen Glückwunsch auch an die Besitzer. Bemerkenswert ist, dass unter den acht platzierten Pferden auch drei Wallache zu finden sind. Wallache im Turniersport sind bisher noch die Ausnahme. Eigentlich unverständlich, denn in anderen Rassen sind gerade Reitwallache wegen ihrer Ausgeglichenheit und weniger Probleme bei der Pferdehaltung sehr beliebt. Vielleicht dauert es ja noch einige Zeit, bis die „Weisheit“, dass – überspitzt gesagt – nicht in der Zucht eingesetzt werden muss, allgemein akzeptiert wird. Das war die DQHA Futurity – Maturity 1995. Die ersten Vorbereitungen laufen schon für Aachen 1996. Eine Teilnahme lohnt sich und vielleicht hat man den nächsten Futurity Champion ja schon im Stall stehen.


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