Turnierticker
Circle L "Spring Warm Up", 2 AQHA Shows
18.04.2020 - 19.04.2020
31638 Wenden

Ausschreibung 27.02.20, 13:20 Uhr
Nennformular 27.02.20, 13:20 Uhr
NRW Regio Marl
29.02.2020 - 01.03.2020
45772 Marl

Pattern 24.02.20, 09:08 Uhr
Pattern 24.02.20, 09:08 Uhr
Pattern 24.02.20, 09:08 Uhr
Zeitplan 18.02.20, 13:42 Uhr
Circuit 1: Sun & Fun
03.04.2020 - 05.04.2020
36304 Alsfeld

Ausschreibung 12.02.20, 20:48 Uhr
Nennformular 12.02.20, 20:48 Uhr
Sonstiges 12.02.20, 20:48 Uhr
Sonstiges 12.02.20, 20:48 Uhr

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IMM & PSSM2 in der Diskussion

18.01.2020 08:51

Hinweis:

Die Februar-Ausgabe des Quarter Horse Journals (2/2020) veröffentlichte ein Statement der DQHA vom Dezember 2019. Der Zugang zu neuen Informationen in den Folgewochen resultierte darin, dass der Verband seine Aussagen aktualisierte. Dies hat zur Folge, dass nicht alle im Quarter Horse Journal abgedruckten Formulierungen noch ihre Aussagekraft besitzen.

Die überarbeitete, nachfolgende Version berücksichtigt den derzeitigen Wissensstand und aktuelle Haltung des Verbandes zu diesem Thema.

„Neue“ Gendefekte: IMM & PSSM2 in der Diskussion

Gendefekte sind ein hochaktuelles Thema in der Tierzucht und werden entsprechend intensiv in den Verbänden und Züchterkreisen diskutiert. Die Auswirkungen von Gendefekten betreffen vor allem den Tierschutz, aber auch die finanziellen Auswirkungen können erheblich sein.

In der Tierzucht sind mittlerweile über 6000 Gendefekte bekannt, über 800 alleine in der Hundezucht. Die allermeisten davon sind rassespezifisch, nicht selten auch speziellen Blutlinien zuzuordnen. Eine zu enge Linienführung und Zucht-Extreme begünstigen die Mutationsneigung und die Entstehung von Gendefekten.

Während einige Gendefekte im Lauf der (Pferde-) Zuchtgeschichte durchaus erwünscht sind bzw. waren, sind andere eher nachteilig bzw. unerwünscht. Viele der heute vorkommenden Pferdefarben sind beispielsweise mutationsbedingt und spielen bei Kaufentscheidungen häufig eine wichtige Rolle. Zuchtziele wie „ruhige, genügsame und leichtfuttrige Pferde“ begünstigten in der Vergangenheit die Verbreitung von PSSM-Trägern und hatten in Zeiten von mühseliger Futterbeschaffung durchaus ihre Berechtigung.

Obwohl die meisten Gendefekte in der Pferdezucht schon vor Jahrhunderten entstanden sind, bieten Forschung und Wissenschaft erst heute die Möglichkeit, Gendefekte zu entdecken und zu bestimmen. Sie helfen somit, viele bislang unspezifisch auftretende Symptome zu erklären. Diese neuen Erkenntnisse können so in den jeweiligen Zuchtprogrammen berücksichtigt werden.

Dadurch haben die Züchter bei der Planung ihrer Anpaarungen die Möglichkeit, Trägertiere zu umgehen, um die Weitergabe von Gendefekten möglichst auszuschließen bzw. zumindest bei rezessiven Anlagen einen Krankheitsausbruch bei der Nachzucht zu verhindern.

Das Ziel, langfristig eine gendefekt-freie Population zu bekommen, kann nur mit offenem Umgang und umfassenden Informationen rund um die Gendefekte erreicht werden. Alle Trägertiere in nur einer Generation von der Zucht ausschließen zu wollen, wäre unrealistisch, übertrieben und würde den Verlust wertvollen genetischen Materials bedeuten. Mit konsequenten Zuchtprogrammen und gezielten Anpaarungen wird man diesem Ziel aber mit jeder Generation näherkommen.

Obwohl Gendefekt-Untersuchungen beim American Quarter Horse besonders für die Hengstlinien schon seit über einer Dekade zum Standard (5-Panel-Test) gehören, werden doch immer wieder „neue“ Gendefekte entdeckt.

Während IMM bedingte Symptome und Tests recht eindeutig zuzuordnen sind, ist die Forschung bei den PSSM2 zugeschriebenen Auswirkungen noch lange nicht abgeschlossen und lassen von daher noch keine Zuchtempfehlung zu. Bekannt ist lediglich, dass die unter dem Begriff „PSSM2“ zusammengefassten Einzelmutationen rasseübergreifend und stark verbreitet sind. 

Verglichen mit der vermuteten Verbreitung treten die Symptome, die den einzelnen PSSM2 Parametern bisher zugeschrieben werden, eher selten auf. Unklar ist derzeit auch, welche Umstände (z.B. Haltungsbedingungen, Fütterung, Stress, Impfungen, Insektenstiche) einen tatsächlichen „Ausbruch“ begünstigen und inwiefern ein akutes symptomatisches Krankheitsbild ursächlich auf PSSM2 zurückgeführt werden kann.

Um mehr über PSSM 2 zu erfahren sind weitere Studien geplant. Hier hat jeder Züchter / Halter die Möglichkeit seine Pferde testen zu lassen, um diese Ergebnisse zusätzlich anonym in die wissenschaftlichen Auswertungen einfließen zu lassen. Bisherige Erkenntnisse beruhen hauptsächlich auf US Studien, mit teilweise widersprüchlichen Aussagen. Diese Datenlage lässt momentan keine belastbare züchterische Aussage zu. Mögliche Selektions- und Anpaarungsempfehlungen des Verbandes können sich nur an zukünftigen Forschungsergebnissen und Vererbungsinformationen orientieren.

Bei Fragen können sie sich jederzeit an die Zuchtleitung und die Zuchtabteilung der DQHA wenden. Die DQHA arbeitet mit den Experten des Center for Animal Genetics (CAG) in Tübingen zusammen. Der Test auf PSSM2 wird momentan exklusiv vom CAG angeboten und ist entgegen der früheren Praxis, der Muskelbiopsie, jetzt als Haartest möglich!

Anbei Veröffentlichungen von Untersuchungen an der University of Michigan und von Frau Dr. Melissa Cox, wissenschaftliche Leiterin des Labors CAG, das in Deutschland (und Europa) die Rechte am PSSM2-Gentest hat. 

University of Michigan


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