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Teil 3 der Interview-Serie: DQHA Zuchtrichterin Nina Obermüller stellt sich vor

05.12.2019 07:27

Foto: Jessica Abert

Nina Obermüller liebt die Pferdezucht genauso wie das Reiten - und ist neue DQHA Zuchtrichterin, Foto: T.Hautmann

In dieser Woche stellen wir ihnen die dritte neue DQHA Zuchtrichterin vor, die im Frühjahr erfolgreich ihre Abschlussprüfung absolvieren konnte: Nina Obermüller. Die junge Frau ist neben ihrer Tätigkeit als Zuchtrichterin auch passionierte Reiterin und Züchterin. 

Bevor Nina Obermüller zu Wort kommt, möchten wir Ihnen auch diese Woche eine der Fragen beantworten, die uns als Zuchtverband oft erreicht:

Was sind die Aufgaben eines Zuchtrichters am Tag einer Zuchtschau?

Am Tag der Zuchtschau müssen die Zuchtrichter die Fohlen an der Hand, im Freilaufen und im Stand beurteilen. Die erwachsenen Pferde laufen nicht frei, sondern werden an der Longe vorgestellt. Alle Pferde werden auf Typ, Rahmen/Gebäude, Fundament, Stellung und Bewegung mit Hilfe der linearen Beschreibung erfasst und bewertet. Bei den erwachsenen Pferden werden noch zusätzlich der Röhrbeinumfang, der Brustumfang und das Stockmaß zur Größenfeststellung gemessen. Neben dem Exterieur wird auch das Interieur bewertet. Zusätzlich müssen die Zuchtrichter den jeweiligen Equidenpass vom erwachsenen Pferd überprüfen und die Identität des Pferdes feststellen. Falsche oder fehlende Eintragungen werden dann vom Backoffice der DQHA Geschäftsstelle korrigiert. Die Zuchtrichter sollten auch ihre Beurteilung dem Züchter und/ oder dem Publikum erklären können. Zum Schluss der Zuchtschau erfolgt die Rangierung der Pferde mit Übergabe der Schleifen, Ehrenpreise und Gratulation der Züchter.

Nina Obermüller konnte sich in diesem Jahr bereits an die Aufgaben eines Zuchtrichters bei ihren Hospitationen herantasten. Welche Erfahrungen sie gemacht hat, erfahren Sie nun u.a. in ihrem Interview:

Welchen Bezug haben Sie zum American Quarter Horse?

Als ein in der klassichen Reitweise aufgewachsenes „Mädel“ kam ich erst in meiner Teenagerzeit in Berührung mit dem Paint Horse und dann etwas später auch mit dem American Quarter Horse. Was mich sofort in den Bann gezogen hat, war die entspannte Art und die unglaubliche Vielseitigkeit der Rasse, und somit war ab diesem Zeitpunkt meine Faszination für diese Tiere geboren und ist bis heute natürlich ungebrochen. Wie sagte jemand kürzlich so schön: „..unter der Überschrift Quarter Horse werden selbst trockene und eher kantige Themen wie z.B. Betriebswirtschaftlichkeit oder Gesetze interessant.“ Dem kann ich nur zustimmen. Würden Sie mir die Wissenschaft der Genetik über Frösche beibringen wollen, könnte ich Ihnen schon nach der Einleitung nicht mehr folgen...

Was hat Sie dazu bewogen, die DQHA Zuchtrichterausbildung zu beginnen?

In erster Linie wollte ich selbst wieder etwas dazu lernen und mich weiter bilden. Ich finde das Thema Zucht, gepaart mit Vererbung und Genetik extrem spannend. Ein Zuchtrichter lernt dies viel am lebenden „Objekt“. Über Anatomie & Biomechanik bezüglich der Beurteilung von Pferden, verfügte ich durch meinen Werdegang als Pferdewirtschaftsmeister und Trainer über die Jahre schon über einiges an Erfahrung, im Hinblick auf Fohlen jedoch wollte ich meinen Horizont noch deutlich erweitern. In zweiter Linie wollte ich dem Verband auch wieder gewissermaßen etwas „zurück geben“. Im Sinne von, mein bis dahin erhaltenes und dann durch die Zuchtrichterausbildung auch erweitertes Wissen, der DQHA und ihrer Dienste zu Gute kommen lassen.

Wie blicken Sie auf die Ausbildungszeit zum DQHA Zuchtrichter zurück? Welche Augenblicke bleiben dir in besonderer Erinnerung?

Es war eine tolle Zeit... ich muss ehrlich sagen, ich habe in meiner Laufbahn selten ein so ungemein freundschaftliches und homogenes Team erlebt, und ich habe schon so einige Prüfungen durchlebt. Meine Zuchtrichterkollegen und auch unsere Ausbilder haben uns stets mit wahnsinniger Hingabe an Ihrem Wissen teilhaben lassen, jeder hat von jedem Lernen dürfen (und darf es natürlich auch weiterhin), denn jeder hat eine andere Laufbahn durchlebt. Es gibt ehrlich gesagt, nicht den einen Augenblick, der mir in besonderer Erinnerung geblieben ist, es ist eher dieses sehr herzliche Miteinander mit Menschen, die dieselbe Passion teilen. Ich habe jetzt nicht nur ein paar Telefonnummern und Zuchtrichterkollegen mehr in meinem Telefon, ich habe eher Konglomerat von Wissen angehäuft. Dieser Austausch von Erfahrungen stärkt einen dann auch gewissermaßen, wenn man wieder in seinen eigenen Betrieb zurück geht.

Was fasziniert Sie am meisten an der Zuchtrichtertätigkeit?

Tatsächlich fasziniert mich der stetige Fortschritt der Qualität der Zucht. Leuchtende Augen bekomme ich, wenn ich ein gelungenes Fohlen sehe und mir danach die Anpaarung anschaue um z.B. fest zu stellen, das dies vielleicht eher eine unkonventionelle oder von mir unerwartete war. Es hilft einem sich selbst in der Rolle als Züchter weiter zu entwickeln und Ideen und auch ein Gefühl dafür zu bekommen was funktioniert. Auch die weitere Entwicklung dann zu verfolgen finde ich ungemein spannend. Daher ist es für mich eine tolle Sache nun als Zuchtrichter tätig sein zu dürfen und hoffentlich viele Fohlen sehen zu dürfen. Schlussendlich verbindet uns doch alle die Passion für das American Quarter Horse.

Was wünschen Sie sich für deine Zukunft als Zuchtrichter bei den DQHA Zuchtschauen?

Ich würde mir eine rege Teilnahme der Züchter wünschen, die stolz sind das Produkt Ihrer harten Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren, völlig unerheblich und losgelöst vom Tagesergebnis. Denn wie jeder weiß, können wir als Züchter nur einen kleinen Teil der Merkmalspunkte tatsächlich ad hoc beeinflussen, wir können es mit unseren Anpaarungen versuchen und im weiteren Verlauf auch festigen, trotz alledem trägt die Natur auch ihren Teil dazu bei, was... seien wir ehrlich, ja auch einen gewissen Charme ausmacht. Wenn ich z.B. von einer neuen Anpaarung ein Fohlen erwarte, fühle ich mich wie damals als Kind an Weihnachten, kurz bevor die Tür zum Wohnzimmer auf ging und man den Weihnachtsbaum und die Geschenke sehen durfte.

In meinen Augen sind Fohlenschauen also ein immer wiederkehrendes Weihnachten mit dem dazu gehörenden antizipierenden Kribbeln und ich als Zuchtrichter warte gespannt bis sich die Tür zur Reitbahn auf tut und ich all die „Geschenke“ inspizieren darf.

(Das Interview führte Ann-Kathrin Müller, DQHA Presse)

Übrigens: Auch 2020 bietet sich die Möglichkeit, Teil der DQHA Zuchtrichter-Ausbildung zu werden!

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an die DQHA Zuchtleiterin Britta Schielke (britta.schielke@remove-this.dqha.de) oder DQHA Zuchtobmann Markus Rensing (markus.rensing@dqha.de).


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