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Spring Roundup Langenau
16.10.2020 - 18.10.2020
89129, Langenau

Ausschreibung 11.03.20, 19:37 Uhr
Nennformular 11.03.20, 19:37 Uhr
Zeitplan 11.03.20, 19:37 Uhr
NRW Regio Marl
29.02.2020 - 01.03.2020
45772 Marl

Ergebnisse 11.03.20, 11:42 Uhr
Riedhof Ranch Open -abgesagt-
30.05.2020 - 31.05.2020
77694 Kehl-Marlen

Ausschreibung 02.03.20, 17:04 Uhr
Nennformular 02.03.20, 17:04 Uhr

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Was ist ein „reinrassiges“ Pferd?

16.02.2020 09:28

Foto: Barbara Lohf

Das Wort sagt es schon: „reinrassig“ heißt zunächst einmal „reine Rasse“, also im eigentlichen Sinn keine Kreuzung unterschiedlicher Rassen untereinander.

Das würde z.B. auch auf Zebras in der Savanne zutreffen, riesige Herden bzw. Populationen in Freiheit, die sich evolutionär so entwickelt haben und ein Beispiel der Einheitlichkeit sind.

Züchterisch (Zucht wird manchmal auch als „künstliche Evolution“ bezeichnet) gesehen ist „Reinrassigkeit“ eine über Generationen selektierte Population, in der eben die Tiere, die den gewünschten Charakteristiken entsprechen, untereinander verpaart werden.

Seit der Domestizierung des Pferdes vor ca. 4000 Jahren ist die Spezies Pferd züchterisch „bearbeitet“ worden, unterschiedliche Gegenden und Einsatzschwerpunkte brachten eben die Rassen (neben den natürlichen Grundtypen wie Ponys, arabische oder kaltblütige) hervor.

Zwar waren Militär und Landwirtschaft die „Hauptabnehmer“ und „Zuchtselektierer“ mit starkem Interesse am Zuchtfortschritt, aber die älteste Pferderasse mit eigenem Zuchtbuch ist das englische Vollblut. Schon 1793 wurde das Zuchtbuch geschlossen. Alle heute eingetragenen Vollblüter gehen auf diese Linien zurück. Viele späteren Rassen kreuzten und kreuzen englische Vollblüter ein, um schneller Zuchtfortschritte zu erreichen. Die englische Bezeichnung „Throughbreed“ bedeutet so viel wie „durchgezüchtet“ und die Franzosen nennen sie „Pur Sang“, was mit „reinem Blut“ übersetzt werden kann.

Dass das Pferd noch heute (neben Schaf, Ziege, Schwein und Rind) als fünfte Spezies dem nationalen und EU Zuchtrecht unterliegt, die wiederum verwaltungstechnisch und politisch den landwirtschaftlichen Ministerien bzw. Behörden unterliegen, ist ein Erbe dieser Geschichte und zeigt noch immer die Bedeutung der Pferdezucht.

Diese tierzuchtrechtlichen Vorgaben regeln die Rahmenbedingungen der Zucht. Die staatlich anerkannten Zuchtverbände sind beauftragt, diese Vorgaben umzusetzen und die Züchter gesetzeskonform zu betreuen.

Traditionell und immer noch vorherrschend ist die Praxis, dass ein Verband auch eine, „seine“, Rasse betreut. Wenn auch einige Verbände mehrere Rassen betreuen, eines ist Ihnen gemein:

Als staatlich anerkannter Zuchtverband identifizieren und kennzeichnen sie ihre Pferde. Keine andere „Institution“ hat die Pedigrees und Datenbänke, um Nachkommen so sicher zu identifizieren und ihren Eltern zuzuordnen wie die Zuchtverbände. Deshalb sind sie staatlich beauftragt, diese Identifizierung durch ein Identifikationsdokument, sprich den Equidenpass, auszustellen.  Die eindeutige Identifizierung ist die Grundlage für alle anderen Gesetze, die mit der Ausstellung von Equidenpässen einhergehen und von den Verbänden im staatlichen Auftrag mitberücksichtigt werden. So ist durch die Kennzeichnung als Schlacht- oder Nicht-Schlachtpferd das Lebensmittelrecht, durch die Impf- und Arzneimittel-Abschnitte die tierseuchenrechtliche Seite und durch den tierzuchtrechtlichen Teil (Tierzuchtbescheinigung) u.a. auch das Steuerrecht tangiert.

Durch diese Strukturen erklärt sich auch die Bedeutung der „reinrassigen Equiden“, denn nur sie werden gesetzlich als „Zuchttiere“ bezeichnet und anerkannt.  Das heißt im Umkehrschluss, dass Pferde ohne Tierzuchtbescheinigung auch keine „Zuchttiere“ sind, und Pferdepässe, die nicht von staatlich anerkannten Zuchtverbänden ausgestellt werden, auch keinen Rasseeintrag bzw. keine Rassebezeichnung beinhalten dürfen.

Pferde ohne Tierzuchtbescheinigung dürfen nicht als „Zuchttiere“ angeboten oder verkauft werden. Sie sind gesetzlich „rasselos“. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Die Vorgaben zur Ausstellung und Anerkennung von Tierzuchtbescheinigungen ist in der EU klar geregelt.

Pferde und Zuchtmaterial wie Samen, Embryos und Eizellen, die aus Drittstaaten (also von außerhalb der EU) in die EU importiert werden, müssen von einem sog. „Zootechnical Certificate“ begleitet werden. Dieses ist eine Art „Herkunfts- und Identitätsnachweis“, was in der EU als Grundlage zur Eintragung in ein EU anerkanntes Zuchtbuch (Zuchtverbände) berechtigt.  Es muss zwingend die DNA-Marker enthalten, damit es anerkannt werden kann.  Ein einfaches Registrationspapier wie z.B. das CoR amerikanischer Verbände ist nicht ausreichend, um Pferde als Zuchttiere zu deklarieren und ihre steuerfreie Einfuhr zu ermöglichen. Der Zoll verlangt den Nachweis der Eintragung in ein anerkanntes Zuchtbuch. Verbände, die solche Pferde ohne das Zootechnical Certificate eintragen, machen sich u.U. der Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig und können ev. ihre Anerkennung verlieren.

Ein Zootechnical Certificate darf nur von einem drittländischen Verband ausgestellt werden, der in der „Zootechnical third Country List“ der EU eingetragen ist.  Mit der Eintragung in diese Liste verpflichten sich solche Verbände, die EU Vorgaben einzuhalten.

Also: Gesetzlich definiert sich ein „Rasse-“pferd durch einen Rasse-Equidenpass (mit Tierzuchtbescheinigung), der jedem ernsthaften Züchter wichtig ist.


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