Turnierticker
Circle L "Spring Warm Up", 2 AQHA Shows
18.04.2020 - 19.04.2020
31638 Wenden

Ausschreibung 27.02.20, 13:20 Uhr
Nennformular 27.02.20, 13:20 Uhr
NRW Regio Marl
29.02.2020 - 01.03.2020
45772 Marl

Pattern 24.02.20, 09:08 Uhr
Pattern 24.02.20, 09:08 Uhr
Pattern 24.02.20, 09:08 Uhr
Zeitplan 18.02.20, 13:42 Uhr
Circuit 1: Sun & Fun
03.04.2020 - 05.04.2020
36304 Alsfeld

Ausschreibung 12.02.20, 20:48 Uhr
Nennformular 12.02.20, 20:48 Uhr
Sonstiges 12.02.20, 20:48 Uhr
Sonstiges 12.02.20, 20:48 Uhr

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IMM

Bei IMM (Immune Mediated Myositis) handelt es sich um eine muskuläre Autoimmunerkrankung. Der Symptomkomplex ist schon länger bekannt, jedoch konnte erst 2018 nachgewiesen werden, dass eine Genmutation die Ursache ist.

Bei betroffenen Pferden ist innerhalb der Myosion heavy chain (also MYH1) ein einziges Basenpaar anders codiert als bei Nicht-Trägern.

Verbreitung
IMM wurde im Rahmen der ersten Studien bislang vor allem bei American Quarter Horses und verwandten Rassen, z.B. Paint Horses oder Appaloosas, gefunden. Am häufigsten von Symptomen betroffen sind in der Regel Pferde von 8 Jahren und jünger oder 17 Jahre und älter. In Studien zeigt sich, dass IMM scheinbar vor allem bei Cutting- oder Reining-Blutlinien verbreitet ist.
Insgesamt wird davon ausgegangen, dass derzeit 6,8% der allgemeinen American Quarter Horse Population von IMM betroffen sind.

Die häufigsten klinischen Symptome

  • Schnelle, symmetrische Muskelatrophie im Rücken- und Kruppenbereich
  • Steifer – schwankender Gang
  • Fieber
  • Allgemeiner Schwächezustand
  • Apathie 
  • Blutergebnisse weisen Leukozytose und/oder leichten bis deutlichen Anstieg von CK und AST-Wert
  • Festliegen
  • Feste Muskulatur
  • Faszikulation (d.h. leichtes Muskelzucken)
  • Zeitgleiche Atemwegserkrankungen

Vererbung
Der Erbgang für IMM ist autosomal-dominant mit variabler Penetranz. Das bedeutet: Bereits ein betroffenes Allel kann zu den oben genannten Symptomen führen. Allerdings: Es bedarf eines zusätzlichen Triggers, um die Symptomatik auszulösen. Im Umkehrschluss heißt das: Pferde mit Genotyp N/My (heterozygot) oder Genotyp My/My (homozygot) entwickeln nicht zwangsläufig Symptome. Homozygote Träger können im Falle eines Schubes jedoch stärker betroffen sein, als heterozygote.

Auslöser
Forscher vermuten: Die Freisetzung der mutierten Form von MYH1 erfolgt nach einer Muskelschädigung, z.B. durch eine Impfung. Das Immunsystem des betroffenen Tieres reagiert mit einem Angriff auf die eigene Muskulatur.
Eine Studie zeigt, dass etwa 39% aller IMM-Fälle durch Streptokokken-Infektionen, Atemwegsinfektionen oder Impfungen freigesetzt wurden. Aber auch Tritte können auslösendes Element aufgrund des entstehenden Muskeltraumas sein.

Diagnostik und Behandlung
Seit 2018 existiert ein Gentest auf die MYH1-Mutation, der es Pferdebesitzern ermöglicht, leichter die Diagnose IMM zu erhalten. Erlebt ein betroffenes Tier einen akuten Schub, erleichtert eine Kortisonbehandlung häufig die Symptome. Außerdem scheint die Kortisonbehandlung auch den Muskelaufbau zu beschleunigen.

Symptomatische Pferde regenerieren sich je nach Schwere des Schubes innerhalb weniger Wochen bis hin zu mehreren Monaten.
In Studien zeigt sich bisher auch die Erkenntnis, dass fast 50% der Pferde, die bereits einmal erkrankt sind, wiederkehrende Episoden der Muskelatrophie zeigen. Dennoch liegt die Überlebensrate bei 87%. Eine rasche Behandlung erhöht die Überlebenswahrscheinlichkeit der Tiere deutlich.

Was bedeutet das für die Zucht?
Aufgrund seiner Vererbungsdominanz birgt schon die Verpaarung eines einfachen IMM-Trägers mit einem Nicht-Träger-Tier zu 50% das Risiko, einen weiteren Gen-Träger zu produzieren.

Empfehlung
Bis zur abschließenden Erforschung aller Umstände, die IMM-Krankheitssymptome auslösen können, und daraus resultierende Haltungsempfehlungen erlauben, haben sich die Verbände noch nicht auf spezielle Vorgaben zur Berücksichtigung von Gen-Trägern in ihren Zuchtprogrammen entscheiden können.

Dennoch wird den Züchtern dringend empfohlen, ihre Tiere vor dem Zuchteinsatz testen zu lassen, um einer weiteren Verbreitung von IMM entgegen zu wirken. 

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